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| KIWANIS Division 2 Norddeutschland |
Das Kiwanis Boys-Home ist (fast) fertig!Mit 20.000 Euro unterstützten Clubs der Kiwanis Division 2 in Norddeutschland den Bau des "Kiwanis Boys Home" in Mylaudi, auf dem Gelände der Reha-Klinik. Anstoß hierzu gab das Kiwanis-Mitglied Werner Büttner. Etwa 40 Jungen im Alter von 6 bis 18 Jahren haben/werden in dem im Februar 2005 fertiggestellten Heim ein Zuhause gefunden. Sie mussten ihre bisherige Unterkunft verlassen, da der Mietvertrag auslief. Nur Kleinigkeiten müssen am Bau noch gemacht werden.

Das Kiwanis Boys-Home mit den ersten Bewohnern 

Der KC Ratzeburg spendet zwei Fischerboote für die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien.
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Kiwanis Club Ratzeburg
Es schreibt Ihnen:
Werner Büttner
Möllner Straße 6
D 23911 Schmilau
29. Dezember 2004
Liebe Kiwanisfreundinnen und –freunde,
da ich den dringenden Verdacht habe, dass meine Mail vom 29. 12. 04 nicht richtig bzw. mit Problemen bei Ihnen angekommen ist, gebe ich Ihnen den Brief noch einmal per Fax.
Dieses Rundschreiben geht an die mir z. Zt. bekannten e-mail-Adressen der jetzigen oder alten KC-Vorstände in der Division 2, sowie an die Freunde meines Clubs mit der Bitte um Weiterleitung in den Clubs.
Zunächst die gute Nachricht:
Die Kinderheime der „Patengemeinschaft für hungernde Kinder e. V.“ und die betreuten Familien sind von der verheerenden Flutwelle als Folge des Seebebens nicht betroffen!
Das gilt auch für das im Bau befindliche „Kiwanis Boys Home“, für das die Geschossdecke bereits fertiggestellt ist. Sie sehen aus dem Baufortschritt, dass in dieser Hinsicht alles auf gutem Wege ist. (Die Bilder, die ich Ihnen übermitteln wollte, haben vermutlich zu den Problemen bei der e-mail geführt.)
Und die schlechte Nachricht ist:
dass genau die Küstenregion im Tätigkeitsbereich der „Patengemeinschaft“ betroffen ist, in der nun viele Familien obdachlos geworden sind und alles verloren haben.
Um diesen Familien sofort zu helfen, stellte die „Patengemeinschaft“ sofort Ihre Häuser um das Orthopädiezentrum in Mylaudy einschließlich der dort vorhandenen zwei Küchen zur Verfügung, so dass dort etwa 200 Personen eine Unterkunft haben. Es werden dort täglich rund 800 Personen mit Essen und Trinken (und Decken) versorgt.
Dies wurde als Soforthilfe sofort veranlasst. Die indischen Mitarbeiter und ein Vorstandsmitglied sind vor Ort um dies zu organisieren und direkt zu helfen. Wie lange dies notwendig sein wird, ist zur Zeit überhaupt nicht zu übersehen, es wird aber sicher über einen längeren Zeitraum nötig sein. Bezahlt wird das alles zunächst aus einem kleinen Sonderfonds der „Patengemeinschaft“, der aber nicht sehr groß ist und bald aufgebraucht ist. Die Kosten für das Essen belaufen sich auf € 350/400,-- pro Tag!
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen eine private Anregung geben: Wenn es in Ihren Clubs bzw. bei Ihren Mitgliedern Möglichkeiten und den Willen zur Hilfe in Indien gibt, könnte dies durch eine Überweisung auf das Konto der „Patengemeinschaft für hungernde Kinder e. V.“ auf das Konto Nr. 53880 bei der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg (BLZ 230 527 50) erfolgen. Stichwort: „Hochwasserhilfe Kiwanis“. Die Gelder kommen direkt dort an, wo die Hilfe im Augenblick am nötigsten ist und bereits täglich geleistet wird!
Am Schluss dieses Schreibens, mit dem ich ursprünglich nur über den Stand der Baumassnahme „Kiwanis Boys Home“ berichten wollte, bis mich am zweiten Weihnachtstag die Wirklichkeit mit der Flutwelle im Katastrophengebiet einholte, wünsche ich Ihnen ein gutes, gesundes neues Jahr!
Wir sollten dankbar sein, dass wir in einer einigermaßen sicheren Region wohnen und dazu beitragen können, die menschlichen Tragödien im Katastrophengebiet etwas abzumildern.
Für weitere Informationen stehe ich auf Wunsch gern zur Verfügung.
Mit herzlichen Kiwanis-Grüßen
Ihr/Euer
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Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien
Zürst die gute Nachricht: Unsere Heime in Südindien sind nicht betroffen. Ihr Patenkind ist unversehrt!
Soweit möglich, leisten wir Hilfe. Flüchtlinge strömen aus den Küstenregionen in die weiter im Landesinneren gelegenen Orte. Die Reha-Klinik in Mylaudi wurde vorerst umfunktioniert, um Flüchtlinge aufzunehmen. Wir kochen für 800 Menschen Essen, versorgen viele mit Kleidung und Decken und bieten 100 Menschen eine Notunterkunft. Darüber hinaus verteilen wir Medikamente und bieten medizinische Grundversorgung. Sehr eindringlich und ausführlich haben unsere Mitarbeiter in Indien die Situation in ihren E-Mails geschildert, auch Fotos haben sie uns geschickt.  E-Mail vom 30.12.2004 Eigentlich ist unser Orthopädiezentrum auf solch eine Situation nicht vorbereitet. Nun wurde es zu einer Küche für 800 Menschen, denen der Tsunami alles genommen hat. Mit aller Kraft konnte eine Erstversorgung für diese Menschen sichergestellt werden. Wir konnten 300 Becher und Teller, sowie 510 Decken zur Verfügung stellen. Für über 100 Menschen aus dem Fischerdorf Manakudy, Kanyakumari und Kovalam ist die Station nun vorübergehend ihr Zuhause geworden. Heute um 12:20 gab es ein Nachbeben, woraufhin sich das Wasser auf ca. 1 km ins Meer zurückzog. Durch das Nachbeben kam das Wasser mit voller Wucht mit einer Höhe von 130 Fuß auf die Küste. An den Küstenregionen ist Panik ausgebrochen und es wurden ca. 30.000 Menschen mit LKWs aus Kanyakumari evakuiert. Die "Effectet Areas" wurden von Polizei und Militär aus Angst vor Seuchen abgesperrt. Das Sperrgebiet wurde auf 5 km von der Küste ausgeweitet. Als wir uns heute ein Bild des Ausmaßes machen wollten, trafen wir auf das Fischerdorf Kolachel (ca. 20 km von Nagercoil), das vollständig zerstört wurde. Es wurde ein Flüchtligslager für über 2.500 Menschen eingerichtet. Als wir dort ankamen bot sich uns ein Bild des Schreckens. Ganze Dörfer, Busse, große Boote wurden auf einem Schlag vom Meer geschluckt. Nun werden immer neue Leichen vom Meer wieder hergegeben und es ist das Betreten nur mit Masken zum Schutz vor dem Geruch der Leichen und möglichen Seuchen gestattet. Es fehlt an allem. Lebensmittel, Geschirr, medizinische Versorgung. Diese werden wir versuchen morgen sicherzustellen. Aber damit nicht genug. Den Menschen wurde alles vom Meer genommen, um sich selbst versorgen zu können. Nach der ersten Versorgung darf man nicht vergessen, dass die Menschen nicht auf Dauerr in Camps und Kirchen leben können. Dringend müssen Katamarane, Boote, Fischernetze und erste Häuser gebaut werden, damit schnellstmöglich eine Selbstversorgung stattfinden kann. Die Regierungsangaben weichen von denen der NGO's erheblich ab. Die NGO's und Menschen vor Ort sprechen von ca. 15.000 Toten und 100.000 Obdachlosen. Die Regierung tut ihr bestes, was aber bei einer Katastrophe solchen Ausmaßes nicht ausreicht. Die Organisation gestaltet sich schwierig, da die gesamte Küste Südindiens betroffen ist und nicht auf einen Ort beschränkt ist. Ich denke, viele Menschen in Deutschland können es nachvollziehen, wenn man alles verloren hat. Unsere Mittel sind bald aufgebraucht und es ist noch so viel zu tun;die Zeit läuft uns davon.
Aus Kolachel (Kanyakumari District/Südindien)
Mr. Paulose, Jörg und allen Helfern
E-Mail von Paulose und Yacob vom 27. Dezember 2004Bei Deinem Anruf im Office konnte Dir Baby-Paul noch nicht viel über die Beben erzählen denn wir wussten auch nicht viel davon. Nur später bekamen wir auch mehr schreckliche Nachrichten über diese Katastrophe. Zahllose Menschen sind in Indien schon tot und mehrere Tausande sind noch vermisst, hauptsächlich die Fishermen die auf dem Meer waren und die Leute die an der Ostküste leben. Mehr passierte in Chennai und in Velankanni ( bekanntes „Christliche Pilgrim Center“ unterhalb Chennai ) . Auch vier 4 Verwandte von Mrs. Shibi, der Frau von Baby-Paul, sind hier gestern ums Leben gekommen. In Pondicherry, in Kanyakumari und in Kolachel (bei Mondaicadu-Athancottasan) hat es viele Tote gegeben. Ebenso in Kerala, Vizhinjam, Kovalam, Kollam, Alleppy, Kochi und Calicut.
In Kanyakumari sind alleine über 800 Menschen tot. Aber immer noch kommen Leichen mit den Wellen zurück. Auf den Felsen in Kanyakumari sind schon 750 Menschen steckengeblieben und die konnten später gerettet werden. Ein Schiff mit über 200 Menschen die zu den Felsen fuhren um Leute zu retten, wurde ganz weggespühlt und alle sind ertrunken. Das Wasser in Kanyakumari steht jetzt bis zu den höhergelegenen Hotels. An vielen Stellen waren die Wellen über 20 Meter hoch.
In Kerala, in Kollam und Alleppy in den backwaters und an der Küste, sind mehrere Menschen getötet worden. Die Strasse und Zugverbindung nach Trivandrum ist unterbrochen auch schon geschlossen.
In Vizhinjam hat es auch schon viele Todesfälle gegeben. Die Leute, die an der Küste wohnten, sind schon evakuiert. In Swamithoppu ist eine grosse Brücke weggespült worden, die Gegend ist nur schwer zu erreichen.
Man hört wieder über neü Beben an den gleichen Stellen und in der Umgebung. Die Nachrichten sind ungenau und widersprechen sich teilweise. Wenn wir mehr hören, dann teilen wir es Dir mit.
In Mylaudy und in unseren Heimen ist nach ersten Erkenntnissen alles in Ordnung. Wie Du gesagt hast stellen wir die Klinik für erste Hilfe zur Verfügung und planen für etwa 100 Menschen eine Unterbringung. Die Klinik selber und das Reha-Center werden als Unterkunft genutzt. Mit beiden Küchen haben wir ausserdem die Möglichkeit zusätzlich viele Leute vorläufig zu versorgen. Wenn es sein muss werden wir die Reisküche auch länger betreiben können. Die Gelder hierfür nehmen wir, wie Du gesagt hast, erst aus dem Fond für Projekte.
Die Kinder aus dem Kiwanis Heim werden wir für einige Tage nach Hause schicken und im Anbu-Mani-Heim unterbringen. Dann haben wir mehr Platz für die Notaufnahme. Viele Leute sind von Kanyakumari nach Mylaudy in die anderen Dörfer gekommen und bitten um Hilfe. Die Kirche in Mylaudy gibt auch Unterkunft und Essen. Der Wind ist viel stärker jetzt in Mylaudy. Einige Touristen aus Europa, die am Cape Comerin waren , sind auch tot. Wir kriegen immer wieder neü Nachrichten. Keiner weisst, wie viele schon tot sind. Soviel für heute.Paulose und Yacob

E-Mail von Paulose vom 28. Dezember 2004
Die Zahl der Toten wird immer höher. In Kanykumari sind alleine über Tausende tot und Millionen sind Obdachlos. In der Nähe von Athenkottasan (Kulachal-Fischereihafen) sind 800 Leute tot und dort findet eine Massenbeerdigung statt, wegen Epidemie und andere Krankheiten. Im Kinderheim dort gibt es keine Verluste. Auch sind alle Kinder gesund.
Nach Mylaudy sind viele Menschen gekommen. Wir kochen das Essen für 800 Menschen. Für 100 Leute sevieren wir das Essen in Reha-Centre und für die anderen Leute geben wir das Essen in die Kirche ab . Für 500 Leute geben wir auch Kleidung. Wir rechnen dass wir beinahe Rupees 15.000,- pro Tag aufbringen müssen und das werden wir wohl mehrere Tage machen.
In Tuticorin –Heim ist nichts passiert. In allen unseren Heimen ist es gut gegangen. In Vizhinjam bei unseren Familien auch nichts passiert. Aber vorsichtshalber sind die Familien evakuiert. In Kerala, die Leute die an der Küste leben, sind auch evakuiert. Viele tausende Menschen aus Kerala ,sind in Velankanni - Kristliche Plgrim Centre – in der Nähe von Chennai, ums Leben gekommen. Die Leichen von Shibis Verwandten (Mutters Seite) sind nicht alle gefunden. Das waren 3 Kinder und eine Frau. Ein Kind und der Ehemann und seine Mutter sind mit schweren Verletzung gerettet.
Es gab gestern wieder Beben, die Menschen sind alle in Panik.
Mit vielen lieben Grüssen,
Paulose
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