This is the letter of a girl, who is one of the inmates of Saint Boniface
Anbaham at Zionpuram, about her terrible Tsunami experience. She is 14 years
old and studying in the 8th standard . Her name is R.Aji and she is from a
village(Kattanthurai) near to the Tsunami hit village of Colachel in
Kanyakumari Dist., Tamilnadu. And now her description of the Tsunami
devastation:
On 26th Dec. 2004 our country was hit by a disastrous wave called Tsunami. I
could never imagine that such a big wave is possible at all. It hit my
District of Kanyakumari at 11.00 in the morning. The people living in the
coastel villages never knew about this waves or never had any information of
its movement towards them. At first the sea water receded inside the sea bed
about 1500 feet and we could see the rocks and the people, not knowing the
upcoming danger, went inside and collected lobsters, crabs, snails and
fishes. Minutes later the first Tsunami waves entered and washed away the
boats, catamarans and fishing nets and inflicted certain damages to these
materials. Then after some minutes, even more powerful waves of about 30
feet high struck with enormous speed of 700 km. and with frightening noise
that left plenty of people dead or lost. The majority among the dead are the
children, women and the aged because they were unable to run fast enough to
beat the waves.
In the south Indian coastline alone some estimated 10.000 people lost their
lives. In my district of Kanyakumari about 875 people died. In Colachel in
Kanyakumari Dist., near my house, 368 bodies were buried together in the
same burial pit. It was really pathetic to see so many people lost their
lives and buried in the same place. Many others were severly injured and
more people lost their legs and hands. Most of the houses along the
coastline were completely destroyed.
The family of Vino, one of our children, staying in Zionpuram Anbaham was
also affected by Tsunami. They all were injured and by the timely help from
Anbaham they recovered from their injuries.Our beloved Father Albert visited
all the Tsunami hit villages and helped many of the people affected by the
waves.The father of one of our children, Arun Vijayakumar, lost his life in
the Tsunami waves and his house destroyed and our Fr. Albert has
constructed a new house for his family.
ionpuram Anbaham is 1 km. Away from the coast and their is a place called
Chothavillai which is a small tourists' interest. Many people lost their
lives here also. Here a man was thrown upon a 30 feet high palm tree by the
waves and he clinged to the tree until the water drained and saved himself.
Many people were thrown over a iron fence along the coast by the killer
waves and thus sustained heavy injuries. In Manakudy, one of the most hit
areas in Kanyakumari, a newly constructed concrete bridge with a length of
about 1500 feet was completely broken into 4 pieces and washed away to a
distance of about 500 feet. The two-wheelers and four-wheelers travelling
along the bridge in the same time were also destroyed with the people
inside.
The coastline in Cape Comorin, the southernmost tip of Kanyakumari Dist.,
is considered holy and the Hindu pilgrims always take bath there and most of
such people and other tourists turned out to be the easy victims of Tsunami.
And in the same place there is Vivekananda Rock inside the sea and it is one
of a tourists' attractions in Kanyakumari. There were about 1500 people on
the rock when the Tsunami hit this place and fortunately they were not much
affected and they all were rescued with the help of the local fishermen
slowly until evening, that day.
Many children lost one or both of their parents and many parents lost one or
more of their children. Our beloved Father Albert has helped many of the
affected fishermen with new boats, fishing nets and financial help.Father
Albert Diedrich also told us that many people in Germany are very eager to
help the people affected by Tsunami. We all think that it is the help in the
time of great needs and we all thank all those generous German people for
their kind help.
R.AJI.
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Verwendung der KIWANIS-Spende
Liebe Vorstandsmitglieder,
Viele Gruesse aus Vadamelpakkam, wo ich mich wieder seit Montag abend aufhalte. Gestern habe ich auch hier neue Kinder aufgenommen: 48 Maedchen und Jungen. Auch diesmal musste ich wieder semi orphans und destitute children abweisen, weil unsere Kapazitaet schon ueberschritten ist.
Gestern gab es in der Primary School bei Vadamelpakkam eine kleine Feier als Dank fuer die Hessen-Hilfe, mit der die Schulmauer fertiggestellt und Gebaeude renoviert worden sind. Mr. Suresh hat auch einige Fotos gemacht.
Fuer die Tsunami-Opfer haben wir Zelte und Motorboote gekauft bzw. bestellt: Netze fuer 100 Familien verteilen wir am 15. Febr., 2 Boote fuer 8 Familien am 17. Febr.
5 weitere Boote fuer 20 Familien folgen dann am 28. Febr. Dazu kommen schon die Kosten fuer einige von der Katastrophe betroffene Halbwaisen und fuer den Wiederaufbau einiger Haeuser.
Lieber Herr Stark, bitte teilen Sie mir den jetzigen Stand der Gesamtspenden fuer Tsunami mit. Die Ueberweisung der noch vorliegenden Spenden muesste jetzt erfolgen, zumal es z. Zt. mindestens 4 Wochen dauert, bis das Geld hier eingeht. Die Regierung fordert nun auch die Mitteilung ueber alle vom Ausland ueberwiesenen Tsunami-Hilfen, was den Geldtransfer noch weiter verzoegert.
Mit lieben Gruessen von den Kindern
Ihr Pfr. Albert Diedrich
Hilfsaktionen des Anbaham-Hilfswerkes (Bericht von Pfr. Diedrich vom 16.1.2005)
Sehr geehrter Herr Dr. Gergen,
wie schon frueher mitgeteilt, haben die Manager von Anbaham gleich nach dem Seedbeben ausschlaggebend mitgewirkt bei der Versorgung der 2.000 Ueberlebenden, die in Schule und Kirche von Zionpuram Schutz und Hilfe suchten. Sie wurden mit 6.000 Essen pro Tag versorgt, ausserdem mit Trinkwasser, Kleidung, Decken und Medikamenten.
Seit meiner Ankunft in Indien sind folgende Hilfen gewaehrt bzw. vorbereitet worden:
Einer unserer kleinen Jungen, M. Vino, lag schwer verletzt im staatlichen Krankenhaus von Nagercoil. Zur Operation von zwei Kopfverletzungen haben wir ihn in ein gutes Privatkrankenhaus verlegen lassen. Der Junge war zum Strand gelaufen, um nach der ersten Flutwelle Muscheln zu sammeln. Die zweite, viel staerkere Welle warf ihn in einen 10 m tiefen Brunnen, riss ihn wieder hinaus und schleuderte ihn in einen Stacheldrahtzaun, wo er haengenblieb und schliesslich gefunden wurde. Mit ihm wurden seine zwei Brueder verletzt ins Krankenhaus gebracht. Auch diese werden wir in das Kinderdorf von Zionpuram aufnehmen. Der zustaendige Beamte der tamilischen Regierung, der Collector von Kanyakumari, will 15 andere Kinder, die einen Elternteil durch das Seebeben verloren haben, in unser Anbaham-Kinderdorf schicken. Dieser Collector hat uns auch gebeten, die Kosten von Operationen der Erwachsenen, die bei der Flutkatastrophe - oft unter den Truemmern der einstuerzenden Haeuser - Arm- und Beinbrueche oder Kopfverletzunbgen erlitten haben, zu uebernehmen.
Arun Vijayakumar, der von Anbaham aus auf einem College studiert, um Lehrer zu werden, hat seinen Vater durch ein einstuerzendes Haus verloren. Er wollte sein Studium abbrechen, um nun seine Mutter zu ernaehren. Wir uebernehmen waehrend der Jahre seines Studiums mit einem dem frueheren Einkommen seines Vaters entsprechenden festen Monatsbetrag die Versorgung seiner Mutter und fuehren den begonenen Hausbau der Familie mit unseren Mitteln fort. Ausser diesem Jugendlichen haben aus unseren drei Kinderdoerfern auch die 18jaehrige Nathiya und der 10jaehrige P. Nagarajan mit ihren Familien Haus und Habe durch die Flukatastrophe verloren. Auch ihnen werden wir ein neues Haus bauen lassen.
Bei meinem Besuch in den suedlich von Chennai gelegenen Fischerdoerfern um Kalpakkam habe ich entschieden, mit den Spenden, die in den Wochen seit Weihnachten auf unsere beiden Kasseler Bankkonten fuer die Tsunami-Geschaedigten eingegangen sind und noch erhofft werden, nicht nur Waisen und Halbwaisen aufzunehmen, nicht nur die oben genannten Hilfsmassnahmen durchzufuehren, sondern auch eines der Fischerdoerfer zu "adoptieren": Ueber eine lokale, unserem Manager von Vadamelpakkam gut bekannte NGO sollen die Fischer Netze und Boote mit Motor erhalten, damit sie wieder ihre Familien versorgen koennen und einen Lebenssinn finden. Ein Minister ist gestern mit Fischerbooten aufs Meer hinausgefahren, um den Menschen die Angst vor neuen Killerwellen zu nehmen und ihnen Mut zu machnen.
Die Aufnahme von Kindern, die ihre Eltern oder einen Elternteil durch die Flutkatastrophe verloren haben, hat erst begonnen. Ausser den 15 - 20 Jungen und Maedchen, die nach Zionpuram kommen, werden gewiss noch viele Kinder aus der Umgebung von Nagapattinam aufgenommen werden muessen. Dort sind bisher 6.054 Leichen geborgen worden. In der ersten Februarwoche werde ich in dieses Gebiet fahren.
Wie in jedem Jahr nehme ich auch diesmal Waisen- und Halbwaisen aus der Landbevoelkerung auf, d. h. Kinder, die nicht von Tsunami betroffen sind. So habe ich von
etwa 150 Bewerbungen fuer das Kinderdorf von Zionpuram 39 beruecksichtigen koennen. In Nagamangalam ist das Aufnahmedatum auf den 5. Februar festgelegt, in Vadamelpakkam werde ich die Interviews mit den in Frage kommenden Kindern in der zweiten Februarwoche halten.
Weitere Berichte werden zu gegebener Zeit folgen.
Mit lieben Gruessen
Ihr Pfr. Albert Diedrich