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| Schwachstelle bei Browser-Installationen |
19.07.07 gefunden in web.de
Schwachstelle bei Browser-Installationen
(dpa/tmn) - Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer kritischen Schwachstelle bei gleichzeitiger Installation der Browser Firefox und Internet Explorer auf Anwender-PCs.
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Sie könnte von Angreifern aus dem Internet dazu genutzt werden, beliebige Code auf dem Rechner auszuführen. Kern der Schwachstelle ist nach Angaben des BSI in Bonn ein so genannter URL-Protokollhandler, den das Programm Firefox auf dem PC installiert. Mit seiner Hilfe könnten Anwendungen, die die Internetsprache HTML interpretieren und umsetzen können - zum Beispiel der zum Surfen verwendete Internet Explorer - den Firefox-Browser öffnen. Weil in diesem Fall eine Sicherheitsüberprüfung unterbleibt, könne Firefox mit beliebigen Optionen aufgerufen werden.
Ein Angreifer könnte also einen Anwender dazu verleiten, eine speziell gestaltete URL im Internet Explorer aufzurufen, so dass er beliebige Aktionen mit den Rechten des angemeldeten Benutzers auf dem Rechner ausführen kann. Es sei nicht auszuschließen, dass eine Ausnutzung der Schwachstelle auch über E-Mail-Programme erfolgt.
Da es zum Schließen der Sicherheitslücke bislang kein Patch gibt, empfiehlt das BSI, vorsichtshalber die Einträge des URL-Protokollhandlers aus der Windows-Registry zu löschen. Dazu müssen in der Windows-Kommandozeile folgende Befehle eingegeben werden: "reg delete HKCR\FirefoxHTML /f" und "reg delete HKCR\FirefoxURL /f".
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| gefunden in: handelsblatt.com vom 5.7.07 |
gefunden in: handelsblatt.com vom 5.7.07
Handelsblatt Nr. 127 vom 05.07.07 Seite 19
SCHIEBS SOFTWARE-TIPP
Surfen mit Tiefgang
Der neue Browser von Space-Time sorgt für mehr Komfort beim Internet-Surfen. Webseiten und Suchergebnisse werden als frei schwebende dreidimensionale Objekte dargestellt.
Fortschritt ist eine mühsame Angelegenheit - voran geht's meist ganz langsam. Und das gilt auch fürs Web. Beispiel Nutzerfreundlichkeit: Das Thema beschäftigt zwar Heerscharen von Entwicklern - Microsoft lässt Kunden gar im "Usability Lab" testen. Ein großer Wurf jedoch kommt selten dabei raus.
Ein Meilenstein in Sachen Bedienkomfort für Internet-Nutzer war zuletzt das "Tabbed Browsing" - mehrere Webseiten werden gleichzeitig geladen, das Anklicken der Register ("Tabs") ermöglicht, hin und her zu wechseln. Zunächst trumpften die Browser-Anbieter Opera und Firefox damit auf, Jahre später zog Microsoft beim Internet Explorer nach.
Nun hat mit dem US-Softwarehaus Space-Time erneut ein Außenseiter eine Möglichkeit entwickelt, elegant mit mehreren Webseiten zu jonglieren. Möglich macht das eine Art 3D-Browser. Er stellt Webseiten als frei schwebende Objekte dar - zunächst leider nur für Windows-Rechner. Testen und herunter laden lässt sich das Werkzeug kostenlos unter www.spacetime.com.
Die optische Anmutung erinnert an den "3D Flip"-Effekt im neuen Windows Vista. Per Mausrad lässt sich dabei zwischen offenen Anwendungen wählen, die Vista als optisch ansprechende 3D-Stapel zeigt. Die nächste Version von Mac OS X setzt auf vergleichbare Effekte.
Space-Time hat diese Idee konsequent weiterentwickelt: Die Software erschafft quasi einen virtuellen 3D-Raum für Webseiten. Wer mag, kann zwischen den Fenstern umher wandern, einzelne Webseiten heranzoomen und sich auch wieder entfernen, Blickwinkel oder Perspektive verändern. Nicht nur ein optischer Leckerbissen: Wer sehr viele Webseiten geöffnet hat, sorgt so für eine gewisse Ordnung.
Der Space-Time-Browser hat aber noch mehr zu bieten - vor allem für die Suche im Netz. Bei einer Google-Anfrage etwa werden neben der Ergebnisseite gleich die ersten zehn Trefferseiten gezeigt. Ähnliches gilt für Bild-Recherchen: Space-Time durchforstet auf Wunsch die Flickr-Bilddatenbank und präsentiert nach Eingabe eines Suchbegriffs die ersten zehn Fotos als 3D-Galerie. Das Online-Auktionshaus Ebay lässt sich auf ähnliche Weise rasch durchstöbern. Über einen Zeitstrahl am unteren Bildschirmrand kann der Nutzer jederzeit die verschiedenen Suchanfragen ansteuern - quasi die vierte Dimension. Auch normales Surfen ist möglich: Ein Doppelklick auf das gewünschte Fenster, und der Browser wechselt in die gewohnte 2D-Darstellung. Die Anzeige erfolgt erstaunlich schnell, auf modernen PCs lässt sich 3D-Welt ruckelfrei durchwandern, selbst wenn sehr viele Fenster geöffnet sind. Wer die neuen 3D-Effekte nutzen möchte, braucht allerdings einen schnellen Rechner und eine 3D-Grafikkarte mit wenigstens 128 Megabyte Arbeitsspeicher. Auch hier brauchte der Fortschritt viel Einsatz: Die Entwickler haben nach eigenen Angaben mehrere Jahre Arbeit in die Darstellungstechnik gesteckt.
Die Frage ist nun, wann die Browser-Konkurrenz nachzieht. joerg@schieb.de
Schieb, Jörg
weitere Artikel unter: joerg@schieb.de
05. Juli 2007
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