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| „Skype lebt nicht nur von VoIP allein“ |
Internettelefonie: Skype reagiert mit einer Produktoffensive auf die Herausforderungen durch Web 2.0
„Skype lebt nicht nur von VoIP allein“
VDI nachrichten, Düsseldorf, 17. 8. 07, pek – Der Anbieter von Software für internetbasierte Kommunikationslösungen (VoIP) Skype will mit Services für Unternehmenskunden, lizenzierter Hardware und zusätzlichen Funktionen für Privatnutzer neue Kundenschichten erschließen. Unter dem Druck von Flatrates und Mitmach-Internet muss die Ebay-Company mehr bieten als nur preiswerte Telefonie, um sich zu behaupten.
Skype, der einstige Superstar der internetbasierten Telefonszene, sieht sich zunehmen unter Druck, denn Skype hat zwar rund 200 Mio. Kunden, die mit der Voice-over-IP (VoIP)-Software untereinander kostenlos über das Internet telefonieren, tut sich aber schwer damit, Firmenkunden von der Community-Telefonie mit Zusatzfunktionen zu überzeugen. Außerdem bieten Internetvorreiter, allen voran Google, mit neuen Kommunikations- und Unterhaltungsfunktionen immer mehr Skype-ähnliche Leistungen an. Nur mit möglichst weitgehender Integration in die Geschäftsprozesse in und zwischen Unternehmen können Softwareanbieter ihr Überleben in zunehmend von Webcommerce bestimmten Ökonomien sichern. Hinzu kommt, dass alle großen Webunternehmen an immer komplexeren Plattform-Systemen bauen, mit denen Produkte und Services zukünftig in wesentlich vielschichtigeren Kundenbeziehungsgeflechten entworfen, beworben und verkauft werden sollen.
Skype nähert sich dem erweiterten Management von Kundenbeziehungen (CRM) über eine Kooperation mit Salesforce, dem Anbieter des On-Demand-CRM-Systems AppExchange. Skype für Salesforce ist mit dem Computertelefonie-Adapter des Online-CRM-Anbieters kompatibel und ermöglicht so die Nutzung der Click-to-Call-Funktion für die Telefonnummern aller Kunden, die in Salesforce-Anwendungen gespeichert sind. Des Weiteren erscheinen eingehende Skype-Anrufe von Teilnehmern, die in Applikationen des Anbieters gelistet sind, unmittelbar im Protokoll des Anwenders. So können Salesforce-User sofort Notizen zu dem Gespräch oder der Transaktion für den späteren Gebrauch in das entsprechende Protokoll eintragen.
Doch wie kann das Unternehmen in Zukunft noch wachsen? Stefan Öberg, Vice-President Skype und General Manager Telecoms, sieht Wachstums- chancen darin, die Reichweite deutlich zu erweitern: „Zuerst ging es nur um das Telefonieren am Computer mittels Headset, dann kamen die Verbindungen zu Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen. Wir möchten aber noch weiter gehen und die Nutzung von Skype völlig vom Computer loslösen. Dies ist beispielsweise mit dem Dual-Schnurlostelefon Philips VOIP841 oder dem Netgear Cordless Phone möglich. Sie arbeiten sowohl auf DECT- als auch auf IP-Basis und unterstützen die Skype-Funktionen, die der Nutzer bei uns gewohnt ist und zu schätzen weiß. Man kann dann jederzeit zwischen herkömmlichen Telefon- und preiswerten Skype-Gesprächen wählen.“
Daneben brachte Skype Anfang Juni in zehn Ländern den neuen Service Skype To Go auf den Markt. Damit kann man von jedem Handy aus zu Skype-Preisen telefonieren. Blockaden von Mobilfunk-Netzbetreibern in einigen Ländern umgeht der Service, indem jeder Teilnehmer eine lokale Telefonnummer erhält, die er einem Kontakt im Ausland zuweisen und ihn dann zum Ortstarif anrufen kann. Öberg: „Der Skype-Client beispielsweise auf einem Windows Mobile Phone nutzt noch den Datenkanal der Mobilfunkverbindung. Auf dem kann ein Operator eingreifen und es kann passieren, dass er ihn für Skype-Nutzung blockt. Außerdem hängt es in diesem Szenario stark vom Preismodell beim Datenverkehr ab. Aber bei Skype To Go gehen wir über den Sprachkanal, man macht einen normalen Anruf auf eine ganz normale Nummer. Da kann keiner eingreifen.“ KONRAD BUCK
@ www.skype.de
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