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gefunden in: handelsblatt.com vom 27.11.2006 WEB-WATCHER Traue keiner E-Mail
Endlich ist das Internet sicherer geworden. Gab es in den letzten Jahren mindestens eine Virenwarnung pro Monat, spricht heute kaum noch jemand von dem digitalen Ungeziefer, das sich in Windeseile per E-Mail über das weltweite Datennetz verbreitet und Rechner sowie Firmennetze lahmgelegt hat. Inzwischen sind selbst die PCs zu Hause oder zumindest die E-Mail-Konten in den Netzen so gut gegen Würmer und Trojaner geschützt, dass diese Angriffe ins Leere laufen.
Die einzigen Attacken, die heute noch den Sicherheitsexperten zu schaffen machen, kommen von so genannten Phishern, die mit allen möglichen Tricks versuchen, an die Kontodaten oder Zugangskennungen zu Internetdiensten zu kommen. Aber auch diese Angriffe scheinen Sicherheitsexperten zunehmend mit so genannter Antispam-Software in den Griff zu bekommen. Diese erkennt Phishing-Mails bereits am Absender und schiebt diese in den Papierkorb, so dass der Surfer erst gar nicht mit ihr konfrontiert wird.
Alles bestens könnte man meinen. Doch weit gefehlt. Mit den neuen Web 2.0-Anwendungen entsteht eine neue Bedrohung, die es den Surfern immer schwerer macht, gefälschte E-Mails zu erkennen. Vor allem junge Surfer sind zunehmend gefährdet, weil sie keine Hemmungen haben, auf so genannten Social-Portals wie Myspace.com ihr Privatleben im Internet offen auszubreiten. Angreifer können mit diesen Informationen im Netz persönliche Nähe vortäuschen.
Bislang galt als Faustregel, öffne nur Dateianhänge von Leuten, die dir bekannt sind. Dieser Tipp ist schon bald nichts mehr wert, denn mit den vielen persönlichen Daten, die im Netz herumschwirren, können Kriminelle eine Vertrautheit vortäuschen, die nur schwer zu entlarven ist. Und das geht sogar in großem Stil, warnen Sicherheitsexperten. Softwaremaschinen filtern die persönlichen Informationen aus dem großen Datenpool und generieren daraus automatisch E-Mails, die so aussehen, als hätte sie ein Bekannter beispielsweise von einem Blogg geschrieben.
Der Fantasie der Online-Kriminellen wird durch die neuen Formen der Web 2.0-Aktivitäten kaum noch Grenzen gesetzt. Dabei werden auch alte Tricks angewandt. So schleusten vor kurzem Internet-Betrüger gefälschte YouTube-Videos in Myspace ein. Diese stammen von einer gefälschten Internetseite. Surfer, die sich die Videos ansehen wollen, laden sich beim Anklicken der Links schädliche Programme auf den Rechner.
Um sich zu schützen, müssten die Internetnutzer künftig noch vorsichtiger sein und im Grunde jeder Mail und jedem Angebot im Web zunächst misstrauen.
Sicherheitsexperten sehen aber noch eine andere Gefahr. Durch die neuen Portale im Internet, auf denen Jugendliche ihre Fotos und Videos präsentieren, haben auch Kinderschänder leichteres Spiel. Sie können sich gezielter als bisher an ihre potenziellen Opfer heranmachen. Eltern müssen sich daher noch mehr als bislang darum kümmern, wo sich ihre Kinder im Netz tummeln. Das neue Misstrauen wird Anhängern der Social-Networks im Web nicht passen. Doch bislang gibt es keine andere Möglichkeit, sich gegen diese Bedrohungen zu wehren. Hans Schürmann
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gefunden in: testticker.de vom 28.12.05
Gefährlicher Virus tarnt sich als Beta von MSN Messenger 8 28.12 | 16:36
Virus "Virkel.F" will Anwender mit einer neuen Probe-Version des MSN-Messengers locken. Die angepriesene "neue Betaversion" des Messengers ist allerdings ein Schädling, der den PC des Opfers für Fernsteuerung öffnet und sich an alle "Buddies" im Messenger weiterversendet.
Der neue Digitalfiesling "Virkel.F" ist seit gestern Abend im Internet aktiv und verbreitet sich heute sehr schnell, berichtet die Sicherheitsfirma F-Secure. Virkel.F kommt als Nachricht im MSN Messenger und enthält einen Link zur angeblichen Betaversion eines neuen Messengers. Wer darauf klickt, aktiviert die in den Online-Nachrichten verlinkte Datei "BETA8WEBINSTALL.EXE".
Damit wird der Schädling an alle "Buddies" (also Kontakte), die der Nutzer im MSN Messenger einrichtete, weitergeschickt. Auch diese erhalten eine Nachricht mit dem Link "MSN Messenger 8 Working BETA."
Virkel.F stellt zudem eine Verbindung zu einem Botnet-Server her und kann so den infizierten PC für den Spamversand und anderen Unsinn nutzen.
Wer die aktuelle Studie von Akonix Systems kennt, wird sich keine neue Version des MSN Messengers mehr holen wollen, selbst wenn es die echte ist: Allein im November 2005 wurden 62 neue Schädlinge gezählt, die sich ausschließlich über das Microsoft-Instant-Messaging-Tool verbreiteten. (mk)
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