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gefunden in: spiegel.de vom 21.8.06

CHINESISCHES KUNST-WERK

Van Goghs vom Fließband

Aus Shenzhen berichtet Martin Paetsch

Im Süden Chinas liegt die weltweit führende Produktionsstätte für Billigkunst: Rund fünf Millionen Gemälde - meist Kopien von Meisterwerken - exportiert das Künstlerdorf Dafen jährlich in alle Welt. Die schnellsten Akkordarbeiter pinseln bis zu 30 Bilder pro Tag.
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 http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,432410,00.html

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29/04 2006
 Wie gemalt
Ab Sonntag ist Max Liebermanns Haus am Wannsee für das Publikum offen

„Hier wird etwas wieder in Gang gesetzt, was leichtsinnigerweise über Jahre vergessen war”, sagt Peter Lorenz. Der 77-Jährige ist aktives Mitglied der Max-Liebermann-Gesellschaft (MLG). Der Erfolg der ehrenamtlichen Arbeit der Mitglieder ist ab heute zu sehen: Die einstige Sommerresidenz des Malers Max Liebermann am Großen Wannsee ist wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
zum Artikel:  http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/29.04.2006/2498314.asp
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16/04 2006
 Berliner Malerpoet Kurt Mühlenhaupt ist tot
gefunden in: welt.de vom 16.04.2006

Trauer um einen Berliner Malerpoeten
Kurt Mühlenhaupt starb am Ostersonntag im Alter von 85 Jahren. Er war vielleicht der letzte Künstler, den man ein „Berliner Original“ nennen könnte

Berlin - Der Berliner Malerpoet Kurt Mühlenhaupt ist tot. Er starb am Ostersonntag im Alter von 85 Jahren, bestätigte Mühlenhaupts Kunsthof Bergsdorf. Er gehörte zu der 1972 gegründeten Gruppe der „Berliner Malerpoeten“, in der sich Künstler versammelten, die sowohl schreiben als auch malen, darunter der heutige Nobelpreisträger Günter Grass, Günter Bruno Fuchs, Aldona Gustas, Robert Wolfgang Schnell, Friedrich Schröder-Sonnenstern und Wolfdietrich Schnurre.
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 http://www.welt.de/data/2006/04/16/874997.html
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13/04 2006
 Kunst und Kultur der Päpste
gerunden in: abendblatt.de vom 13.4.2006
Und die Welt sollte staunen
Barock im Vatikan:
Die Kunst und Kultur der Päpste. Eine große Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau zeigt Schätze aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Von Barbara Möller

Die Berliner, die in diesen Tagen auf die Nachricht hoffen, daß Benedikt XVI. im Spätsommer ihre Stadt besuchen wird, können sich zur Zeit ein paar von den erlesenen Dinge anschauen, die der Papst täglich um sich hat. Zum Beispiel das phantastische Holzmodell, das Michelangelo bauen ließ, um zu demonstrieren, wie er sich die Kuppel der neuen Peterskirche in Rom vorstellte: ein fünf Meter hohes, in lichtem Gelb und zartem Türkis leuchtendes Wunderwerk, das jedem Betrachter gleich ein Lächeln ins Gesicht zwingt.

Als Papst Paul III. Michelangelo 1546 engagierte, war der Mann aus der Toskana nach damaligen Verhältnissen übrigens schon ein Greis. Und doch zerschlug der 71jährige die überladenen und der Renaissance verhafteten Entwürfe seines Vorgängers Antonio Sangallo mit diesem architektonischen Paukenschlag, der in eine neue Zeit verwies: ins Barock. In eine Epoche, in der Rom zur Gegenreformation ausholte und zur Untermauerung von Macht und Ansehen das Teuerste und Beste an sich zog, was in der Kunstszene zu haben war.

Denn Stupore(Erstaunen) und Meraviglia(Verwunderung) sollten sich über die Welt verbreiten angesichts der Wunderwerke, die die Päpste ermöglichten: die Skulpturen Berninis, die Bilder Renis, die Kirchen Cortonas.

Sieben Pontifikate schreitet die Berliner Ausstellung ab, der ihre Macher den Titel "Barock im Vatikan. Kunst und Kultur im Rom der Päpste 1572-1676" gegeben haben. In ihrem Zentrum steht Neu St. Peter. Das Denkmal einer Weltvorstellung, die durch Luther und Kopernikus einen irreparablen Knacks bekommen hatte. Der Dom, so flüsterte es Bernini ja Papst Alexander VII. ein, sollte die Gläubigen "mit offenen Armen" aufnehmen und die Ungläubigen "mit dem wahren Glauben erleuchten". Was daraus wurde, weiß man.

Während die Welt also zugleich unbedeutender (Galileo Galilei) und größer wurde (Entdeckung der Kontinente), bündelten sich im päpstlichen Rom des späten 16. und 17. Jahrhunderts in nie gesehener Weise die religiösen, künstlerischen und wissenschaftlichen Strömungen der Epoche. Im Barock erstand Rom noch einmal als Gesamtkunstwerk, versuchte es wieder zu sein, was es in der Antike gewesen war.

Und so ist es schön und sinnfällig, daß Michelangelos Holzmodell in Berlin von drei Marmorsarkophagen flankiert wird, die aus dem vierten Jahrhundert stammen. Aus einer Zeit, in der ironischerweise ebenfalls eine neue Religion - das Christentum - über eine alte triumphierte.

Insgesamt umfaßt die Berliner Schau mehr als 300 Exponate, und einiges hat man hierzulande noch nie zuvor gesehen. Zum Beispiel die empfindlichen Terrakotta-Modelle Berninis, die mit ihrem Schwung und ihrer Unmittelbarkeit berücken. Oder den abgewetzten "Papstsessel" von Innozenz X., den man eigens aus Castel Gandolfo herbeigeschafft hat. Auch Berlin hat etwas beigesteuert. Etwa die kostbaren Hand- und Fußstudien, die Federico Fiori für sein Gemälde "Heimsuchung Marien" gemacht hat und die im Kupferstichkabinett bewahrt werden. Aus dem Deutschen Museum in München kommen die astronomischen Instrumente, die Galileo Galilei benutzte.

Künstlerisch ist zweifellos Bernini die Sensation dieser Ausstellung. Kunstgeschichtlich ist es die Ausbreitung der Baugeschichte von Neu St. Peter, die in Berlin mit den Porträts der sieben Päpste garniert wird, die sich in ihrer langnasigen Freudlosigkeit erstaunlich ähnlich sehen.

# Barock im Vatikan Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau bis 10. Juli. So, Mo und Mi von 10 bis 20 Uhr geöffnet, Do, Fr und Sa von 10 bis 21 Uhr. Eintritt 7 Euro, Katalog 29 Euro.

erschienen am 13. April 2006
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09/02 2006
 Porträtfotos von Greta Garbo erstmals in Europa zu sehen
gefunden in: faz.net vom 9.02.2006

Von Eva-Maria Magel
06. Februar 2006 „Garbo spricht!” bewarb Metro Goldwyn Mayer 1930 den ersten Tonfilm Greta Garbos, „Anna Christie”. „Garbo finds love!” titelte die Zeitschrift „Modern Screen”, als die Beziehung der unabhängigen Junggesellin zu dem Dirigenten Leopold Stokowski 1937 bekannt wurde. „Garbo lacht!” lautete der Slogan für Ernst Lubitschs „Ninotchka” 1939. Allerdings hätte es eher heißen müssen: „Die Garbo ist komisch”, denn lachen sieht man sie auch auf den Portraitfotografien nicht, die als Werbematerial für „Ninotchka” dienten.


Dieses Privileg ist in der Schau „Garbo's Garbos. Portraits from her Private Collection”, die das Deutsche Filmmuseum Frankfurt von heute an erstmals in Europa zeigt, einer Aufnahme Cecil Beatons aus dem Jahr 1946 vorbehalten. Sie zeigt eine andere Garbo als jenes Gesicht, das durch tausende von Fotografien zur bis heute faszinierendsten Ikone der goldenen Hollywood-Zeiten geworden ist: Ernst, immer ein wenig geheimnisvoll und von atemberaubender Schönheit.

Filmreihe zur Ausstellung

Fünf Jahre nach ihrem letzten Film „The Two-Faced Woman” (1941) hat Beaton Greta Garbo im Liegen aufgenommen, mit einem strahlenden, entspannten Lachen. Eine Garbo, die Scott Reisfield, der Großneffe der Garbo, von klein auf gekannt hat. Seine 1990 verstorbene Tante sei ein ausgesprochen humorvoller Mensch gewesen, sagte er gestern bei der Eröffnung der Ausstellung, die vom Santa Barbara Museum of Art zum Greta Garbos hundertstem Geburtstag im vergangenen Jahr konzipiert wurde.

Aus der Sammlung der Familie Reisfield stammt der überwiegende Teil der sehr schön gestalteten Schau, die den 90 Originalfotografien großzügig Raum läßt. Sie dokumentiert, begleitet von Filmausschnitten und zahlreichen Plakaten, auch aus dem Archiv des Filmmuseums, in verschiedenen Kapiteln die Karriere der Garbo, die aufs Engste verwoben ist mit der Geschichte der Hollywood-Fotografie. Denn die besten Fotografen fanden in ihr ein hinreißendes Sujet - umso mehr als die öffentlichkeitsscheue „Göttliche” sich sonst kaum fotografieren ließ. Den Portraits im Rahmen der Dreharbeiten wuchs daher auch die Aufgabe zu, die Person Garbo ins Bild zu setzen und so mit am Mythos der Diva zu arbeiten. Selbst wer kaum einen ihrer Filme gesehen hat, kennt das Gesicht der „Göttlichen”. Gelegenheit, deren Schauspielkunst zu studieren, die laut Kurator Robert Dance neue Maßstäbe setzte, bietet die begleitende Filmreihe im Kino des Museums - von der stummen über die sprechende bis zur komischen Garbo. 


Die Ausstellung im Deutschen Filmmuseum hat dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs und sonntags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Sie läuft bis 7. Mai. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Begleitend ist im Henschel-Verlag der Bildband „Greta Garbo. Das private Album” erschienen. Er kostet 39,90 Euro.
Die Filmreihe beginnt am 10. Februar um 20.30 Uhr mit dem auch in der Dauerausstellung des Museums dokumentierten Stummfilmklassiker „Die freudlose Gasse” von Georg Wilhelm Pabst (1925). Er wird in der rekonstruierten und restaurierten Fassung des Filmmuseums München gezeigt.
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05/12 2005
 Tausende strömen ins Bodemuseum Berlin
gefunden in: netzzeitung.de vom 4.12.05

Bodemuseum lockt Tausende Besucher an

Trotz eisigen Wetters haben rund 6000 Menschen am Samstag den Weg ins frisch sanierte Bodemuseum in Berlin gefunden.

Keine Nachricht verpassen:
Newsletter abonnieren & Handy gewinnenTausende von Besuchern sind auch am Samstag in das sanierte Bodemuseum auf der Berliner Museumsinsel gekommen. Wie der Sprecher der Staatlichen Museen mitteilte, rissen die Warteschlangen vor dem Museum nicht ab, insgesamt kamen 6000 Besucher. Sie harrten bei Temperaturen um die drei Grad aus und warteten auf ihren Einlass. Unter den Besuchern waren auch viele Eltern mit
ihren Kindern.
Das Bodemuseum zwischen S-Bahn, Spree und dem Kupfergraben war in den vergangenen fünf Jahren aufwendig hergerichtet worden. Es wurde als zweites Haus auf der Berliner Museumsinsel an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergeben. Im Sommer 2006 sollen hier Teile der Gemäldesammlung, Skulpturen und byzantinische Kunst untergebracht werden. Der mehrjährige Umbau des Museums kostete 152 Millionen Euro. (nz)
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14/11 2005
 Chemnitz ermöglicht große Cranach-Schau
Chemnitz ermöglicht große Cranach-Schau

11. Nov 18:51
Cranachs 'Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers' in Chemnitz.
Foto: dpa

Eine nach Angaben der Organisatoren «größten Cranach-Ausstellungen, die es wohl je gegeben hat» ist von Samstag an in Chemnitz zu sehen: 77 Gemälde aus dem 16. Jahrhundert.

Die Kunstsammlungen Chemnitz zeigen von diesem Samstag an in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden die Schau «Cranach». 62 der 77 ausgestellten Bilder von Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553) und dem Jüngeren (1515-1586) stammen aus der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister.
Die anderen Werke stellten weitere zwölf Leihgeber zur Verfügung, unter ihnen Museen aus Berlin, Innsbruck, Nürnberg, Leipzig, Dessau und die Wartburg-Stiftung Eisenach. «Es ist eine der größten Cranach-Ausstellungen, die es wohl je gegeben hat», sagte Museumschefin Ingrid Mössinger am Freitag in Chemnitz.

Bis 12. März
Dresden hat mit 65 Gemälden den weltweit größten Bestand an Cranach-Werken, konnte ihn wegen räumlicher Enge aber noch nie ganz zeigen. In Chemnitz fehlt nur der dreiteilige Katharinen-Altar, der aus konservatorischen Gründen nicht auf Reisen gehen darf.

Bis zum 12. März bietet die Schau eine Begegnung mit dem Schaffen der Cranachs, deren höfisch-sächsische Malerei im 16. Jahrhundert und danach die Kunstentwicklung in der Mitte Deutschlands prägte.

«Mit unbestechlichem Blick»
Die lebensgroßen Abbilder Herzog Heinrichs des Frommen und seiner Frau Katharina von Mecklenburg aus dem Jahre 1514 etwa zählen zu den ersten weltlichen Ganzfigurenporträts in der Malerei Europas.

«Cranach hat seine Welt mit unbestechlichem Blick beobachtet, war misstrauisch gegenüber ewigen Wahrheiten und ist deshalb auch heute noch ein moderner Maler», sagte der Dresdner Galeriedirektor Harald Marx. Den Vorteil der Kooperation hätten beide Seiten: «Chemnitz hat eine große Ausstellung und Dresden jetzt einen hervorragenden Bestandskatalog.»

Informationen zur Ausstellung
Die Kunst- Wissenschaftlerin Karin Kolb hat die Dresdner Cranach-Werke in vier Jahren Forschungsarbeit erfasst. Für die Finanzierung des mehr als 600 Seiten umfassenden Buches zur Ausstellung sorgten die Chemnitzer Partner. Gezeigt werden auch 17 Arbeiten auf Papier von Pablo Picasso, die er nach Motiven von Cranach zwischen 1942 und 1958 schuf.

«Die Werke von Cranach und Picasso zeigen die große Kontinuität abendländischer Kunst», sagte Museumschefin Mössinger. Die Kunstsammlungen Chemnitz konnten 14 Picasso-Lithographien aus dem Nachlass Mourlot erwerben. (dpa/nz)

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