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| Deutschlands jüngste Professorin |
gefunden in: spiegel.de vom 29.9.2006
Ausnahmetalent Julia Fischer: Als Wunderkind an der Geige studierte sie schon mit neun Jahren an der Münchner Musikhochschule und ist inzwischen gefeierter Star. Als Gastprofessorin für Violine in Frankfurt unterrichtet sie jetzt ausgewählte Schüler und gibt Workshops. ...weiter zum Artikel: www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,439665,00.html
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| Wenn der Tango ein komplettes Liebesdrama erzählt |
gefunden in: welt.de vom 18.08.2006
Wenn der Tango ein komplettes Liebesdrama erzählt Der Tango ist ein Zwitterwesen, männlich und weiblich, verführerisch und kampfbereit - jedenfalls, wenn ihn die famosen Tänzer des "Tanguera"-Ensembles tanzen, die am Mittwochabend ihr Publikum in der Staatsoper beglückten.
"Tanguera", das bis zum 27. August dort läuft, wurde als Tango-Musical angekündigt. Und da kluge, kreative, teamfähige Leute am Werk waren, darunter die exzellente Choreographin Mora Godoy, der Regisseur Omar Pacheco und der Musikalische Leiter Lisandro Adrober, ist es auch egal, dass es kein "richtiges" Musical geworden ist. Mit knapp eineinhalb Stunden ist es eh kaum möglich, einen komplexeren Plot zu entwickeln.
Sei's drum, "Tanguera" schlägt die Tango-Shows, die bisher hier zu sehen waren, um Längen.
Geschildert wird die Geschichte der jungen Auswanderin Giselle, die sich zuerst in einen jungen Hafenarbeiter verliebt, dann aber auf einen schnieken Ganoven (und guten Tänzer) hereinfällt und für ihn anschaffen gehen muss. Das Kunststück: Sie wird ausschließlich über den Tanz, über Haltungen, Arrangements und Körpersprache erzählt.
Und weil Mora Godoy den Tango durch und durch kennt, spielen ihre Tänzer mit seinen Varianten und Ursprüngen, heben die Klischees virtuos aus den Angeln. In dieser Choreographie durchdringen sich Verspieltheit, bodenverbundener Volkstanz und die strenge Form immer wieder gegenseitig. Da stört es auch kaum, dass der Gesang von Marianela Massarotti vom Band zu kommen scheint.
Eng
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| Brittas neues Album "Das schöne Leben" |
gefunden in: zeit.de vom 11.4.2006
Ein Knaller aus Berlin
Nah am Alltag, fordernd, böse, freudig erregt… Die Gruppe Britta besingt auf ihrer neuen Platte Das schöne Leben: "Ist das noch Bohème oder schon die Unterschicht?“ – So treffend kann Musik mit deutschen Texten sein! Von Pinky Rose
Brittas neues Album "Das schöne Leben"
Das schöne Leben, riskant, so ein CD-Titel. Doch um Durchhaltepop der neuen Neuen Deutschen Welle geht es der Berliner Band Britta nicht, wenn sie die heiklen Themen der gesellschaftspolitischen Gegenwart besingen. Passend zu aktuellen
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http://www.zeit.de/online/2006/15/britta?page=1
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| Per Internet an die Spitze der Charts |
gefunden in: handelsblatt.com vom 4.4.2006
HANDELSBLATT, Dienstag, 04. April 2006, 15:30 Uhr
Digitale Herausforderung
Per Internet an die Spitze der Charts
Von Dirk Heilmann
„You really think you're in control - well, I think you're crazy.“ Die Songzeile aus dem britischen Nummer- Eins-Hit „Crazy“ könnte sich für die Musikindustrie noch als prophetisch erweisen.
Die Band Gnarls Barkley hat es allein mit Downloads an die Spitze der britischen Charts geschafft.
LONDON. Die Hip-Hop-Nummer des Duos Gnarls Barkley, bestehend aus dem Produzenten Danger Mouse und dem Rapper Cee-Lo, geht als erster Titel in die Geschichte ein, der ausschließlich durch legale Downloads aus dem Internet die Spitze der britischen Charts gestürmt hat. Erst diese Woche kommt er auch als CD auf den Markt.
31 000-mal ist das Stück bisher nach Angaben der führenden Musikhandelskette HMV von den verschiedenen Musik-Internetseiten heruntergeladen worden, davon 18 000-mal zwischen Montag und Freitag vergangener Woche. Das reichte für ....weiter:
http://www.handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200012,201197,1059872/index.html
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| Komplexes "Dirty Dancing" in Hamburg |
gefunden in: spiegel.de vom 26.3.2006
MUSICAL-PREMIERE
In Hamburg erlebte heute die Bühnenversion des Kultfilms "Dirty Dancing" Europapremiere. Das Musical umfasst 50 Songs - die Geschichte ist komplexer aufgebaut als in der Filmvorlage. Nach Angaben der Veranstalter wurden bereits vorab über 290.000 Karten verkauft.
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| Deutscher Musikpreis verliehen |
gefunden in: tagesschau.de vom 12.3.2006
Deutscher Musikpreis verliehen
Echos für Robbie Williams, Madonna und "Tokio Hotel"
Robbie Williams ist zum fünften Mal in Folge mit dem deutschen Musikpreis "Echo" ausgezeichnet worden. Der britische Superstar nahm die Trophäe am Abend bei der Gala im Estrel Convention Center in Berlin allerdings erneut nicht persönlich in Empfang. Per Videoschaltung versprach er lediglich: "Wir sehen uns bei der WM." Zur international erfolgreichsten Künstlerin wurde Madonna gekürt.
Die mit vier Nominierungen als Favorit gehandelte Band Tokio Hotel aus Magdeburg bekam den "Echo" als bester deutscher Newcomer. Auch der Soulsänger Xavier Naidoo und die Hamburger Gruppe "Fettes Brot" gehören zu den Preisträgern 2006. Sie erhielten die renommierte Auszeichnung auf einer Gala in Berlin in den Kategorien Künstler National/Rock/Pop beziehungsweise Künstler/Gruppe National HipHop. Als beste Künstlerin National/Rock/Pop wurde die aus Österreich stammende Sängerin Christina Stürmer mit einem Echo ausgezeichnet.
Auch Altrocker und Helden ausgezeichnet
Weitere Preise gingen an den aus Argentinien stammenden Sänger Semino Rossi (Künstler/Deutschsprachige Schlager), die Gruppe "Wir sind Helden" (Gruppe National/Rock/Pop) und die US-Metal-Band "System of a Down" (Rock/Alternative International). Den Echo für die "Musik-DVD-Produktion national/international" erhielt die australische Hardrock-Legende "AC/DC" für die DVD "Family Jewels".
Bereits vergangene Woche hatte die Phono-Akademie angekündigt, dass auch der irische Altrocker Sir Bob Geldof, der Organisator der "Live 8"-Benefizkonzerte, für "besondere musikalische Leistungen" einen der diesjährigen Musikpreise erhält. In derselben Kategorie wird Peter Kraus als "Erfinder des deutschsprachigen Rock n Roll" geehrt.
Internationale Popszene in Berlin versammelt
Mit mehr als 4000 Musikern, Produzenten und Fans hatte sich in Berlin die internationale Popszene versammelt, um die die erfolgreichsten nationalen und internationalen Popmusiker mit den Preisen der Deutschen Phono-Akademie zu ehren. Für die musikalische Untermalung sorgen unter anderem Shakira, Sasha, Ex-Spice-Girl Melanie C, "Fettes Brot" und das Berliner Duo "Rosenstolz".
Die Echo-Preisverleihung findet in diesem Jahr zum 15. Mal statt. Entscheidend bei der Vergabe ist nicht die künstlerische Qualität, sondern ausschließlich der kommerzielle Erfolg.
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| Musicload macht Napster Konkurrenz |
gefunden in: spiegel.de vom 10.3.2006
TREND ZU MUSIK-ABODIENSTEN
Musicload macht Napster Konkurrenz
Von Frank Patalong
Bisher war Napster als reiner Abodienst, der Musik quasi verleast, etwas Besonderes unter den Musik-Downloadshops. Jetzt nimmt auch T-Online die Idee auf und könnte Napster in Bedrängnis bringen: Kein Shop wird so heftig beworben wie Musicload.
....weiter zum Bericht:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,405311,00.html
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| Arctic Monkeys Ernüchterung nach dem Hype |
gefunden in: stern.de vom 2.3.2006
Bassist Andy Nicholson (links) und Sänger Alex Turner beim Konzert der "Arctic Monkeys" Mitte Februar im englischen Portsmouth
Von Kathrin Buchner
Von den Fanforen im Netz an die Spitze der Charts hat die englische Band Arctic Monkeys eine beeindruckende Karriere hingelegt. Derzeit sind sie auf Deutschland-Tour. Das Hamburger Konzert wurde in eine größere Halle verlegt - zu Lasten der Qualität.
Große Erwartungen verband man im Vorfeld mit dem Konzert der Arctic Monkeys in Hamburg, eilt der Band aus der Stahlkocherstadt Sheffield doch schon ein beinahe mystischer Ruf voraus: Die Kultpostille für Fans britischer Musik, der "New Musical Express", kürte gerade deren Sänger Alex Turner noch vor Noel Gallagher von "Oasis" zum "coolest man on the planet". Ohne Plattenvertrag, allein über Mund-zu-Mund-Propaganda erreichten sie ihre Fans, die Songs der Arctic Monkeys millionenfach aus dem Internet herunterluden. Als ihr Album Ende vergangenen Jahres in England in den Läden zu kaufen war, brach es sämtliche Rekorde: Es ging sofort 360.000 Mal über den Ladentisch und schrieb Popgeschichte als am schnellsten verkauftes Debütalbum der britischen Insel. Damit bereicherten die Arctic Monkeys die nicht enden wollende Erfolgsgeschichte der Retro-Rock-Bands von Art Brut über Maximo Park bis The Rakes tatsächlich um ein weiteres Kapitel.
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Kein Wunder, dass man von solch einer Band auch auf der Bühne Großes erwartet. Zumal sie in ihrem Tourgepäck eine Horde begeisterter englischer Fans haben, die für guten Stimmung sorgen könnten. Um es vorweg zu nehmen: Das Konzert war eine Enttäuschung. Uninspiriert und gelangweilt wirkende Musiker, schlecht abgemischter Sound und vor allem ein viel zu kurzer Auftritt. Von dem viel gepriesenen jugendlichen Ungestüm der neuen britischen Rockbands war wenig zu spüren. Während der Rest der Band mehr oder weniger teilnahmslos auf seine Instrumente drosch, bemühte sich Sänger und Gitarrist Alex Turner zumindest noch um ein wenig körperlichen Einsatz und sprang zeitweise mit dem Mikro über die Bühne. Erstaunlich, die doch kräftige und lässig krächzende Stimme mag so gar nicht zu dem schmalen Körper passen.
Soloeinlagen, die im Soundbrei untergehen
Nachdem sie gleich als zweiten Song ihren Hit "You look good on the dancefloor" abfeuerten, kam ein richtiger Stimmungshemmer: Bei dem leicht psychedelisch angehauchten "Perhaps vampires is a bit strong but.." versuchten sie sich in Solo-Einlagen, die allerdings in einem undefinierbaren Soundbrei untergingen. Die Kommunikation mit dem Publikum reduzierte sich auf genuschelte, schlecht verständliche Kurzansagen. Eingefleischte Fans sorgten zwar direkt vor der Bühne für schweißtreibende Hüpfattacken, aber schon kurz hinter dem "harten Kern" standen die Zuschauer steif und gelangweilt herum, richtige Stimmung kam nicht auf. Wo vorher schon vereinzelt Pfiffe und Buh-Rufe in den Liedpausen zu hören waren, ging es nach dem Konzert erst so richtig los. Denn nach nur 60 Minuten verließen die arktischen Affen die Bühne, ohne auch nur eine einzige Zugabe gegeben zu haben.
Kometenhafter Aufstieg steigt zu Kopf
Im Interview mit dem Kölner Radiosender Eins Live sagte Gitarrist Jamie Cook: "Wir haben noch nie eine Zugabe gespielt. Warum sollten wir das auch machen." Es klingt, als sei ihnen der kometenhafte Erfolg durchaus zu Kopf gestiegen. Kein Wunder. Jeden Abend ausrastende weibliche Fans vor den Augen zu haben und ungehinderter Zugang zu diversen Suchtmitteln hat schon weitaus ältere oder abgebrühtere Musiker zum kosmischen Abfliegen gebracht, man denke nur an Robbie Williams oder Pete Doherty.
Auf Euphorie folgt Ernüchterung
Noch dazu hatte die Verlegung des Konzerts von dem eher intimen Hamburger Live-Club Grünspan in die weitaus mehr Zuschauer fassende Große Freiheit dem Flair des Konzerts entscheidend geschadet. Vielleicht hätte man sich mehr auf Klasse statt Masse konzentrieren sollen. Aber wie bei jedem allzu schnellen Rausch, ist der Nachgeschmack umso schaler, auf die Euphorie folgt Ernüchterung.
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| Tokio Hotel: Kinder, was für ein Hype! |
gefunden in: spiegel.de vom 24.2.2006
So schnell wie Tokio Hotel schoss selten eine Newcomer-Band nach oben: Ihre Platten brechen Verkaufsrekorde, sie füllt die großen Hallen - und wenn ihr Bild das Cover ziert, steigt die Auflage der Teenie-Zeitschriften. Wie wurde aus vier Magdeburger Jugendlichen ein Pop-Phänomen? Von Thomas Schulz mehr...http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,401660,00.html
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| Eine Milliarde verkaufte Songs bei Itunes |
gefunden in: sueddeutsche.de vom 23.2.2006Apple feiert
Bei Apple knallen die Sektkorken: Das Unternehmen gab nun bekannt, dass es über seinen Online-Musikshop Itunes Music Store seit Bestehen über 1 Milliarde Songs verkauft hat.
Von Panagiotis Kolokythas
Mitte Februar hatte Apple einen Countdown gestartet, bei dem die Zahl der bisher verkauften Songs über den Online-Musikshop Itunes gezählt wurden. Damit wollte Apple die Werbetrommel für das Erreichen des nächsten Meilensteins rühren: Eine Milliarde verkaufte Songs. Seinerzeit begann der Zähler bei 950.100.000 Songs. In den frühen Morgenstunden am Donnerstag wurde nun der Download des milliardsten Songs getätigt.
"Musikliebhaber in 21 Ländern haben eine Milliarde Songs vom Itunes Music Store gekauft. Dafür, dass sie uns geholfen haben, einen großen Meilenstein in der digitalen Musik-Geschichte zu erreichen, wollen wir ihnen danken", verkündet Apple auf seiner Seite.
Der Anwender, der exakt den einmilliardsten Song herunter geladen hat, darf sich über gleich mehrere Preise freuen. Er erhält einen 20-Inch-iMac, zehn 60-GB-Ipods (5 in weiß und 5 in schwarz) und eine Guthabenkarte für Itunes im Wert von 10.000 US-Dollar. Apple wird außerdem ein Stipendium an einer Musikschule nach dem Namen des Anwenders benennen.
Der Itunes Music Store war am 28. April 2003 in den USA gestartet. In Deutschland ist der Dienst seit Mitte Juni 2004 verfügbar.
Apple schaffte es somit in weniger als drei Jahren mehr als eine Milliarde Musik-Songs zu verkaufen. Über die Gesamtdauer gerechnet, wurden täglich über eine Million Songs über Itunes verkauft. In der Zeit des Wettbewerbs stieg die Zahl der verkauften Musikstücke auf über drei Millionen täglich. Den 500-Millionen-Meilenstein feierte Apple im Juli 2005. Das bedeutet: In nur knapp einem halben Jahr konnte die Zahl der seit Bestehen verkauften Songs verdoppelt werden.
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| Eine Million Brasilianer sahen Gratis-Konzert der Rolling Stones |
gefunden in: welt.de vom 19.2.2006
Rio de Janeiro - Die Rolling Stones live an der Copacabana -und das kostenlos: Diese Chance haben sich mehr als eine Million Brasilianer nicht entgehen lassen. Zwei Stunden spielten die Altrocker an dem berühmten Strand von Rio de Janeiro am Samstag vor einer begeisterten Menge.
Die Band eröffnete das Konzert mit "Jumpin' Jack Flash" und konzentrierte sich auch sonst auf ihre alten Hits, von ihrem aktuellen Album "A Bigger Bang" spielte sie nur wenige Songs. Zur Freude des Publikums streute Mick Jagger, der mit einer brasilianischen Fernsehmoderatorin einen sechsjährigen Sohn hat, immer wieder Kommentare auf portugiesisch ein. Vor dem Strand lagen zahlreiche Boote sowie ein riesiges Kreuzfahrtschiff vor Anker, deren Passagiere das Konzert vom Wasser aus verfolgten. Für die Sicherheit während des Konzerts sorgten 10 000 Polizisten sowie 600 Feuerwehrleute und Rettungsschwimmer. Größere Zwischenfälle gab es nicht.
Die Kosten für die Megaveranstaltung in Höhe von etwa 4,6 Millionen Dollar (3,9 Millionen Euro) übernahmen die Stadt Rio de Janeiro sowie zwei Mobilfunkunternehmen. Das Konzert wurde auch in 150 Kinos in den USA übertragen und soll bald als DVD erscheinen. AFP
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| Mozartjahr 2006 ist eröffnet |
gefunden in: rundschau-online.de
01.01.06, 16:51h, AKTUALISIERT 01.01.06, 16:52h
Mariss Janson leitete das diesjährige Neujahrskonzert im Wiener Musikverein.
Wien/Berlin - Die Eröffnung des Mozartjahres 2006 ist zum Jahreswechsel zu einem musikalischen Wettlauf zwischen Berlin und Wien geworden. Die Berliner Philharmoniker stellten den großen Komponisten ganz in den Mittelpunkt ihres traditionellen Silvesterkonzerts.
Mit Ouvertüre und Finale von «Figaros Hochzeit» nahmen sie unter ihrem Chefdirigenten Sir Simon Rattle vorweg, was ihre Wiener Kollegen und Konkurrenten am Neujahrstag im festlich geschmückten Goldenen Saal des Wiener Musikvereins auf ihre Weise zur 250. Wiederkehr von Mozarts Geburtstags am 27. Januar nachholten.
Unter der Stabführung von Mariss Jansons interpretierten sie die Figaro-Ouvertüre auf ihrem in 60 Länder auf fünf Kontinenten ausgestrahlten Neujahrskonzert. Eine Ehrerbietung an das Genie Mozarts, die vom Wiener Publikum nicht weniger bejubelt wurde, als etwa die Walzer und Polkas der Strauß-Dynastie. Das ZDF übertrug beide Konzerte wieder live - allein die Übertragung aus Berlin sahen 1,25 Millionen Fernsehzuschauer.
Während die Berliner und Simon Rattle ihr Konzert ganz dem Salzburger Komponisten widmeten, beließen es die Wiener bei der Figaro-Ouvertüre und dem Mozart-Potpourri «Die Mozartisten» von Joseph Lanner. Das traditionsreiche Neujahrskonzert, das am 9. Januar bereits auf CD erhältlich sein wird, soll nun mal ein fröhliches Musikfest bleiben, bei dem Wiener Walzer und Polkas weltweit für gute Neujahrslaune sorgen. Die zwei Ballett-Einlagen des Konzerts schuf in diesem Jahr der Hamburger Ballettchef John Neumeier.
Prominentester Gast des Neujahrskonzerts in diesem Jahr war Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den bereits vor einem Jahr geplanten und kurzfristig abgesagten Besuch des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder nachholte. Im Gegensatz zu 2005, als der tiefe Schatten der Tsunami-Katastrophe über dem Konzert lag, war die Stimmung in diesem Jahr unter Gästen und Musiker heiter bis ausgelassen.
Mariss Jansons hatte sein gelungenes Debüt beim Neujahrskonzert fast ausschließlich der Strauß-Familie gewidmet. Und das eher als konservativ geltenden Wiener Publikum bedankte sich mit tosendem Beifall, als Jansons und die Musiker allen ein «Prosit Neujahr» wünschten.
Im Mittelpunkt des Berliner Silvesterkonzerts standen Ouvertüre und Finale von Mozarts «Figaros Hochzeit». mit Camilla Nylund als Gräfin, Magdalena Koená in der Rolle des Cherubino, Christiane Oelze (Susanna), John Relyea (Figaro) und Gerald Finley (Graf). Der Pianist Emanuel Ax interpretierte Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 Es-Dur, Rattle dirigierte anschließend die «Prager» Symphonie Nr. 38 D-Dur KV 504. (dpa)
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| New Yorker Philharmoniker in Dresden |
gefunden in;rundschau-online.de vom 20.11.05
Lorin Maazel und die New Yorker Philharmoniker in der Dresdner Frauenkirche.
Dresden - Die New Yorker Philharmoniker haben Dresden eine musikalische Botschaft der Versöhnung überbracht. Das Konzert des berühmten Orchesters in der wiederaufgebauten Frauenkirche war ausdrücklich als «A Symbol Of Reconciliation» (Versöhnung) ausgewiesen.
Musiker aus den USA interpretierten mit dem deutschen Cellisten Jan Vogler ein Werk des Briten Colin Matthews, das Amerikaner eigens für die Frauenkirche in Auftrag gaben. Besser lässt sich die grenzenlose Dimension von Musik kaum ausdrücken. Das barocke Bauwerk war nach Angriffen britischer und amerikanischer Bomber im Februar 1945 eingestürzt und entstand nun wieder neu.
Matthews hatte sein etwa zehnminütiges Werk «Berceuse for Dresden» - Wiegenlied für Dresden - mit einer Widmung für den Romanisten Victor Klemperer versehen. Der Wissenschaftler wurde mit seinem Werk «LTI» - Lingua Tertii Imperii - über die Sprache des Dritten Reiches weltberühmt und hatte in den Tagen vor der Zerstörung Dresdens seine jüdischen Mitbürger über die bevorstehende Deportation informiert. Vielen Juden rettete das Chaos nach den Bombardements auf die Elbestadt das Leben. Auch Klemperer entkam dem Feuersturm.
Lorin Maazel, Musikdirektor der New Yorker Philharmoniker, hatte schon im Vorfeld die Dimension des Auftritts in Dresden benannt. «Es ist eine große Ehre für uns, hier zu spielen», bekannte der 75 Jahre Jahre alte Maestro auch bei einem Empfang nach dem ersten von drei Konzerten in der Frauenkirche. Maazel fand sehr persönliche Worte, erzählte von seiner Schwiegermutter, die den Angriff auf Dresden miterlebte und von seinem Bruder, der als Militärarzt im Zweiten Weltkrieg Soldaten verschiedener Nationen behandelte - auch deutsche.
Colin Matthews, der sich am Ende vor dem Publikum verneigte, ließ sich bei seinem Lied ohne Gesang von den Glocken der Frauenkirche inspirieren. Die Komposition basiert fast ausschließlich aus den Tönen der acht Glocken, die auch per Einspielung zu hören sind. Wesentlich wird das Stück aber von lyrischen Melodielinien des Cellos dominiert. Außer dem «Berceuse for Dresden» erklangen die Ouvertüre zur Oper «Euryanthe» von Carl Maria von Weber, Robert Schumanns Cello-Konzert und «Tod und Verklärung» von Richard Strauss. Nach dem Finale gab es Bravo-Rufe und viel Applaus.
Mit ihrem Auftritt haben die New Yorker die Frauenkirche zugleich als internationales Musikpodium geadelt. Als erstes ausländisches Orchester geben sie Konzerte in dem unlängst geweihten Gotteshaus. Dabei spielen sie einige Werke, die der Klangkörper schon auf seiner legendären Europa-Tournee unter Arturo Toscanini 1930 im Programm hatte. Damals machten die Amerikaner auch in Dresden Station. Ihre Verbundenheit mit der Elbestadt ist derzeit weltweit erkennbar: Der aktuelle Internetauftritt des New York Philharmonic wird von einem Foto der Frauenkirche gekrönt.
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