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| Venus ist erdähnlicher als gedacht |
gefunden in: HANDELSBLATT, Mittwoch, 28. November 2007, 20:35 Uhr
Wissenschaft
Venus ist erdähnlicher als gedacht
Illustration der europäischen Raumsonde "Venus Express" vor der Venus, dem zweiten Planeten unseres Sonnensystems.
dpa PARIS. Mit 460 Grad Hitze am Boden und Schwefelsäureregen ist die Venus ein Planet, wie er menschenfeindlicher kaum sein kann. Dabei ist unser Nachbarplanet der Erde aber sehr viel ähnlicher als vermutet.
Es blitzt und gewittert und am Südpol bilden sich mächtige Wolkenwirbel, die an die großen Luftströme am Nordpol der Erde erinnern. Zudem kann man an unserem Nachbarplaneten den gefürchteten Treibhauseffekt des Kohlendioxids studieren. Das ergaben Messungen der Raumsonde „Venus Express“, die am Mittwoch in Paris von der Europäischen Raumfahrtagentur Esa vorgestellt wurden.
Am 9. November 2005 hatte sich „Venus Express“ an Bord einer Sojus-Rakete von Kasachstan aus auf die 400 Mill. Kilometer lange Reise gemacht. Im Mai 2006 erreiche die Sonde ihre Umlaufbahn um den Planeten. Erklärtes Ziel der 220 Mill. Euro teuren Esa-Mission: „Venus Express“ sollte erkunden, warum der erdnahe Planet sich in den vergangenen vier Mrd. Jahren so anders entwickelt hat als die in Größe und Masse so ähnliche Erde. Schließlich hatten noch vor 50 Jahren ernstzunehmende Wissenschaftler geglaubt, auf der Venus gebe es Meere und Erdteile und vielleicht Pflanzen und Tiere wie bei uns.
Mehrere Erkundungsflüge hatten das idyllische Bild im Laufe der Jahre zerstört. Man wusste, dass es auf der Venus wüst und so heiß ist, dass selbst Blei schmilzt. „Venus und Erde sind Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden und sich seitdem unterschiedlich entwickelt haben“, sagte der Wissenschaftliche Koordinator für Venus Express, Dimitri Titov.
Die Venus ist mit 12 100 Kilometern Durchmesser ähnlich groß wie die Erde und hat fast dieselbe Schwerkraft. Die Lufthülle besteht aber zu 96,5 Prozent aus Kohlendioxid (CO2) plus etwas Stickstoff. Das CO2 verhindert die Wärmeabstrahlung und heizt damit den Planeten mächtig auf. Auch der Luftdruck, der 100 mal so hoch ist wie auf der Erde, treibt die Temperatur hoch. „Auf der Venus gibt es einen ähnlichen globalen Treibhauseffekt wie auf der Erde“, sagte David Greenspoon, der als Interdisziplinärer Wissenschaftler für Venus Express arbeitet. Das lässt das Wasser verdampfen.
Entscheidend sei auch, dass kein starkes Magnetfeld den Planeten vor dem Sonnenwind schütze, sagte Mats Holmström vom Schwedischen Institut für Weltraumphysik. Die Venus verliert daher Sauerstoff und Wasserstoff. Anders als die Erde ist die Venus ausgetrocknet. Es gibt keine Seen oder Flüsse am Boden.
Auf der Erde sorgen Blitze in großer Höhe für die Erneuerung der schützenden Ozonschicht. Auch auf der Venus führen Blitze zu energiereichen Entladungen. Allerdings zeigt „Venus Express“, dass sie nur halb so häufig auftreten. Welche chemischen Reaktionen sie in der Venus-Atmosphäre auslösen, muss noch erforscht werden. Eine Luftströmung von der Tag- zur Nachtseite sorgt dafür, dass die Venus auf der Nachtseite nicht schnell auskühlt. In rund 100 Kilometern Höhe konnte „Venus Express“ eine unerwartet warme und stabile Luftschicht ausmachen.
Im kommenden Jahr will die Esa die Verhältnisse nahe der Oberfläche intensiver untersuchen. „Venus Express“ soll deswegen auf eine niedrigere Umlaufbahn gesteuert werden. Insgesamt vier Tage lang soll Venus Express den „Abendstern“ umkreisen - allerdings Venustage, und die dauern jeweils 243 Erdentage. Die Venus dreht sich so langsam um ihre eigene Achse, dass der Tag hier länger dauert als das Jahr, das nur 225 Erdtage misst.
Die Ergebnisse von Venus Express werden in neun Artikeln des britischen Fachblatt „Nature“ vom Donnerstag vorgestellt.
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| Europäischen Beiträge zur ISS |
Auszug aus: vdi-nachrichten.de vom 17.08.2007
Langsam steigt die Spannung
.... in wenigen Monaten sollen die beiden wichtigsten europäischen Beiträge zur ISS mit dem Raumgleiter ins All geschossen werden: Das Weltraumlabor Columbus und das Versorgungsmodul ATV. ..............
..... im Dezember soll das europäische Weltraumlabor Columbus im Shuttle zur ISS aufbrechen und wenig später an die ISS andocken.
„Die aktuelle Mission und die nächste“, so Brandt, „sind essentiell für Columbus“. Im Moment schaffen die Astronauten auf der ISS die Voraussetzungen dafür, dass die Energieversorgung für das Columbus-Labor einwandfrei arbeiten kann. Und mit der nächsten Shuttle-Mission im Oktober sollen die Astronauten einen Verbindungsknoten an der Station anbringen, ohne den Columbus nicht andocken kann.
Das europäische Weltraumlabor ist 6,9 m lang, mit einem Durchmesser von 4,5 m. Beteiligt am Bau waren Dutzende von europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die industrielle Führung lag bei Astrium in Bremen.
Im Columbus-Labor sollen während der bis 2015 ausgelegten Lebenszeit der Internationalen Raumstation europäische Wissenschaftler im All forschen können. .....
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| Eine der größten Kollisionen im All |
gefunden in: handelsblatt.com vom 20.07.2007
Röntgensatelliten beobachten eine der größten Kollisionen im All
Zwei Röntgenteleskope in der Erdumlaufbahn haben einen der gewaltigsten Zusammenstöße im Kosmos beobachtet: Im Sternbild Luchs kollidieren zwei riesige Galaxienhaufen mit knapp zwölf Mill. Kilometern pro Stunde miteinander.
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| Auf der Suche nach der zweiten Erde |
gefunden in:
HANDELSBLATT, Montag, 16. Juli 2007, 13:17 Uhr
Weltgrößtes Teleskop
Auf der Suche nach der zweiten Erde
Das größte je gebaute Spiegelteleskop startete am vergangenen Samstag den Testbetrieb. Es soll Einblicke in Winkel fremder Galaxien ermöglichen, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat - und dabei vielleicht sogar Leben auf fremden Planeten entdecken.
HB MADRID/SANTA CRUZ. Wäre die Erde eine Scheibe, könnte man mit dem „Grantecan“ (die Abkürzung steht für Großes Teleskop der Kanaren) genannten Riesenteleskop von den Kanarischen Inseln aus das Licht einer brennenden Kerze in Moskau oder die Scheinwerfer eines Autos in Australien erkennen. Das entspricht der Stärke von vier Millionen menschlichen Pupillen. Damit wollen die Wissenschaftler in bislang unerreichte Tiefen des Universums vordringen, ferne Galaxien erforschen, die Entstehung von Sternen beobachten und weitere Planeten außerhalb unseres Sonnensystems finden. Die größte Hoffnung der Astronomen erläutert Projektleiter Pedro Alvarez: „Es wäre natürlich wunderbar, wenn dieses Teleskop uns dabei helfen könnte, einen Planeten zu entdecken, der unserem ähnelt. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass es auch anderswo im Universum Leben geben kann.“
...weiter:
www.handelsblatt.com/news/default.aspx
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| US-Raumfähre „Atlantis“ sicher gelandet |
gefunden in: HANDELSBLATT, Donnerstag, 21. September 2006, 12:37 Uhr
Mit einem Tag Verzögerung US-Raumfähre „Atlantis“ sicher gelandet Die amerikanische Raumfähre „Atlantis“ ist nach ihrem zwölf Tage langen Einsatz im Weltraum wieder sicher zur Erde zurückkehrt. HB CAPE CANAVERAL. Ursprünglich hatte das Shuttle bereits am Mittwoch landen sollen. Doch schlechtes Wetter im Landegebiet und ein kleines, nicht genau zu identifizierendes Flugteil im Umfeld der „Atlantis“ führten zu der Verschiebung.
Das unbekannte Flugobjekt weckte Sorge, dass sich Teile des Hitzeschildes gelöst haben könnten. Dies hatte vor drei Jahren zur „Columbia“-Katastrophe geführt. Die Raumfähre war damals beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auseinandergebrochen. Alle sieben Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.
Nach einer erneuten Untersuchung am Mittwoch gab die Nasa grünes Licht für den Landeanflug. Es seien keine Schäden am Hitzeschild festgestellt worden. Nasa-Ingenieure vermuteten, dass es sich bei dem unbekannten Teil um einen Abstandshalter aus Plastik handelt, der zwischen den Kacheln des Hitzeschilds vergessen worden war.
Die „Atlantis“ hatte Bauteile zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Die sechsköpfige Besatzung hatte mehrere Außeneinsätze absolviert und dabei unter anderem neue Sonnensegel installiert.
Die „Atlantis“ soll nach den Worten von Shuttle-Programmdirektor Wayne Hale das nächste Mal im Februar 2007 zur ISS fliegen. Zuvor wird die Raumfähre „Discovery“ Mitte Dezember den deutschen Astronauten Thomas Reiter von der Raumstation abholen. Die „Discovery“-Crew wird außerdem das gesamte Kabelsystem auf der ISS auf Vordermann bringen.
Nach den Worten von Hale sind sechs Shuttle-Flüge in schneller Reihenfolge und ohne große Probleme nötig, um wichtige Komponenten wie das europäische Raumlabor „Columbus“ an der ISS anzudocken. „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, die Raumstation in der vorgesehenen Zeit auszubauen“, sagte Hale.
Die ISS soll im Jahr 2010 ihre endgültige Größe erreicht haben. Nach 14 weiteren Flügen zur ISS sowie einem Wartungsflug zum alternden Weltraumteleskop „Hubble“ werden die Space-Shuttle ausgemustert. Die NASA will sich danach auf Flüge zum Mond und später zum Nachbarplaneten Mars konzentrieren.
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gefunden in: spiegel.de vom 17.9.2006
FLIEGENDER RIESE Planet würde in Wasser schwimmen Er ist der größte seiner Art und dennoch ein Leichtgewicht: Astronomen haben einen gigantischen Planeten im Orbit um einen fernen Stern entdeckt. Der Riese ist so locker und leicht, dass er in Wasser schwimmen würde.
Über 200 Planeten haben Wissenschaftler schon außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt, doch ein solches Exemplar ist ihnen noch nie untergekommen: Der Planet mit der Bezeichnung HAT-P-1 ist nicht nur der größte bisher bekannte Exoplanet, sondern auch der mit der geringsten Dichte. "Wenn man ihn in ein kosmisches Wasserglas steckte, würde er schwimmen", meint Robert Noyes, Astrophysiker am Smithsonian Astrophysical Observatory in den USA.
David A. Aguilar (CfA) Planet HAT-P-1 (Simulation): Zu groß und zu leicht für die bisherigen Theorien zur Planetenentstehung HAT-P-1 besitzt den 2,76-fachen Durchmesser des Jupiters, hat aber nur die Hälfte von dessen Masse, schreiben die Wissenschaftler in einem Artikel, der demnächst im "Astrophysical Journal" veröffentlicht werden soll.
"Dieser Planet hat etwa ein Viertel der Dichte von Wasser", sagte Gaspar Bakos, einer der beteiligten Wissenschaftler. "Er ist leichter als ein gigantischer Korkball." Wie auch Saturn würde HAT-P-1 deshalb in Wasser schwimmen - vorausgesetzt, man hätte ein Glas mit einem Durchmesser von 400.000 Kilometern, in dem der Planet ziemlich genau Platz fände.
Leichtgewicht im Sternbild Eidechse
HAT-P-1 dreht rund 450 Lichtjahre von der Erde entfernt seine Runden um einen Stern im Sternbild Eidechse. Der Gasgigant umkreist seinen Heimatstern extrem eng und schnell: Die Entfernung beträgt nur ein Zwanzigstel der Distanz zwischen Erde und Sonne, und für eine Umrundung des Sterns braucht der HAT-P-1 statt eines Erdenjahrs nur viereinhalb Tage.
Die Forscher des Smithsonian Astrophysical Observatory glauben, dass für HAT-P-1 sogar eine neue Planeten-Kategorie eröffnet werden könnte. "Wir könnten hier eine völlig neue Klasse von Planeten vor uns haben", sagte Bakos. Denn auch ein weiterer, bereits früher entdeckter Planet namens HD 209458b ist 20 Prozent größer, als die bestehenden Theorien vorhersagen. Bei HAT-P-1 beträgt die Abweichung gar 24 Prozent.
Bisher haben Astrophysiker vergeblich versucht, die Übergröße von HD 209458b zu erklären. "Damit haben schon zwei bekannte Planeten eine geringere Dichte als vorhergesagt", sagte Noyes. "Die neue Entdeckung könnte bedeuten, dass in unseren Theorien über die Entstehung von Planeten etwas fehlt."
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| Airbus-Mitarbeiter testen Riesen-Jet |
gefunden in:
HANDELSBLATT, Sonntag, 20. August 2006, 14:45 Uhr Airbus-Mitarbeiter testen Riesen-Jet
A380 fliegt erstmals mit Passagieren Ausgeloste Mitarbeiter des europäischen Flugzeugbauers Airbus werden den weltgrößten Passagierjet A380 vom 4. bis 7. September als erste Passagiere auf seinen Komfort hin testen. Vier "Early Long Flights" vom im Schnitt je acht Stunden, darunter ein Nachtflug, sind geplant, teilte Airbus am Samstag in Toulouse mit. 400 Passagiere werden nach den Angaben jeweils an Bord sein, ausgelost unter den 15 000 Airbus-Mitarbeitern aus aller Welt, die sich dafür gemeldet haben. Sie sollen den Kabinenkomfort testen, die Leistung der Klimaanlagen, ob der neue Airbus A380 vibriert und wie bequem man sich bewegen kann. Der Passagierjet mit 555 Sitzen soll Ende 2006 bei Singapore Airlines erstmals in Liniendienst gehen.
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| Discovery erfolgreich gestartet |
gefunden in: derstandard.at vom 5.7.2006
NASA: Außentank der "Discovery" funktionierte bestens
Manager Hale: Sicherheit der Astronauten nicht gefährdet
Cape Canaveral - Nach dem erfolgreichen Start der US-Raumfähre "Discovery" hat die NASA Bedenken wegen abgeplatzter Teile am Außentank ausgeräumt. Der Tank habe während des Starts "hervorragend funktioniert", sagte der Direktor des Shuttle-Programms, Wayne Hale, am Dienstag in Cape Canaveral. Zwar hätten sich kurz nach dem Start fünf kleinere Trümmerstücke vom Tank abgelöst, doch hätten sie zu dem Zeitpunkt keine Gefahr für die sieben Astronauten an Bord des Space Shuttle dargestellt.
Um die Sicherheit der Astronauten müsse sich niemand Sorgen machen. Das Hitzeschild der "Discovery" würde dennoch vorsorglich auf Schäden untersucht. Ob die abgeplatzten Teile von der Schaumstoffisolierung stammten, müsse noch untersucht werden, sagte Hale.
Nach zwei vergeblichen Anläufen war die "Discovery" um 20:38 Uhr MESZ von Cape Canaveral aus gestartet. Am Donnerstag soll sie die Internationale Raumstation ISS erreichen. Mit an Bord ist auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter. Er soll rund ein halbes Jahr in der Raumstation bleiben.
Die Isolierung des 47 Meter hohen Außentanks gilt als Schwachstelle der Space-Shuttle-Technik: Ein abgebrochenes Schaumstoffteil hatte im Jahr 2003 die "Columbia"-Katastrophe verursacht, bei der alle sieben Astronauten starben. Bei der Vorbereitung der jetzigen "Discovery"-Mission hatten die NASA-Ingenieure deshalb der Schaumstoffummantelung des Außentanks besondere Aufmerksamkeit geschenkt und mehrere Änderungen vorgenommen. Dennoch entdeckten sie am Montag erneut einen 13 Zentimeter langen Riss an der Schaumstoffisolierung des Außentanks. NASA-Techniker stuften ihn jedoch als ungefährlich ein. Daraufhin wurde der Countdown wie geplant fortgesetzt.(APA)
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gefunden in: mps.mpg.de am 16.04.2006
Pressenotiz 07/2006 - 13. April 2006
Erster Blick hinter den Schleier der Venus
Kamera des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung liefert erstmals Bild vom Südpol der Venus
Das am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung entwickelte Kamerasystem "Venus Monitoring Camera" (VMC) an Bord der europäischen Raumsonde Venus Express hat zwei Tage nach Einschwenken in eine Umlaufbahn erste Bilder unseres Schwesterplaneten Venus zur Erde gesendet. Aufgenommen aus etwa 200.000 km sind darauf erstmals die Wolkenformationen über dem Südpol der Venus zu sehen.
...weiter zum Artikel
http://www.mps.mpg.de/de/aktuelles/pressenotizen/pressenotiz_20060413.html
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| Venus Express schickt erste Bilder |
gefuden in: handelsblatt.com vom 13.04.2006
Spiralartiges Band entdeckt
Erste Bilder vom Südpol der Venus
Zwei Tage nach dem Erreichen der Zielumlaufbahn hat die europäische Raumsonde „Venus Express“ die ersten Bilder von dem lebensfeindlichen Nachbarplaneten gesendet.
Mehr zum Thema: ESA-Mission Venus-Express
Esa-Mission zur Venus (13.04.2006)
Europa erforscht den „Morgenstern“ (11.04.2006)
„Venus Express“ ist auf gutem Weg (09.11.2005)
Zum Special ...
dpa DARMSTADT. „Es sind die ersten Aufnahmen, die es überhaupt vom Südpol der Venus gibt“, sagte Horst Uwe Keller vom Kamera-Team der ESA-Sonde am Donnerstag in Darmstadt. „Sonst schaut man bei der Venus nur auf eine dicke Dunstschicht, aber mit unserer Kamera erkennen wir Strukturen in den Wolken und ein spiralartiges Band um den Südpol herum.“
Mit Hilfe der Bilder wollen europäische Wissenschaftler mehr über die bislang weitgehend unbekannte Atmosphäre des Planeten erfahren. Die Monitoring-Kamera soll die Venus-Atmosphäre über Monate hinweg kontinuierlich in schneller Folge fotografieren und so Aufschlüsse über die Wolkenbildung und die Klimaentwicklung bringen.
Die wichtigste Frage dabei: Wann und wieso hat sich die Venus zur heißen Hölle mit Treibhauseffekt, hohen Temperaturen und orkanartigen Stürmen entwickelt, obwohl sie der Erde einst sehr ähnlich war. Dadurch erhoffen sich die Wissenschaftler Rückschlüsse auf die Klimaentwicklung auf der Erde. „Es geht aber auch um die Frage, wie groß die Zone im Universum ist, in der Leben überhaupt entstehen kann“, sagte Keller, Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau, das die Kamera entwickelt und gebaut hat.
Der Wirbel am Südpol entsteht durch die schnelle Rotation der Atmosphäre um den bis zu 500 Grad heißen Planeten. „Deutlich sieht man, dass ähnliche Wirbelstrukturen wie am Nordpol auftreten“, sagte Kellers Kollege Dimitri Titov. Die Details müssten aber noch genauer untersucht werden.
Die ersten Aufnahmen seien aus einer Entfernung von 200 000 Kilometern entstanden. „Das entspricht zwei Dritteln der Distanz zwischen Erde und Mond“, sagte Keller. Wenn die ESA-Sonde „Venus Express“ Anfang Mai ihre endgültige Umlaufbahn erreicht hat, wird die Bildqualität vom Südpol drei Mal besser sein als derzeit. „Die Bilder vom Nordpol werden tausend Mal besser sein, weil die Sonde bis auf 200 Kilometer an die Venus heran kommt."
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| Venus Express nähert sich seinem Ziel |
gefunden in: heise.de vom 11.4.2006
Im Orbit der Erotik: Venus Express
Petra Vitolini Naldini 11.04.2006
Erfolgreiche Mission auf dem Weg zum Planeten der Liebe, eingehende Beobachtungen der Venus-Atmosphäre für Anfang Mai geplant
Die meisten Menschen verbinden mit dem Begriff Venus die Göttin der Liebe, Erotik und Schönheit; dies ist bis auf die Antike zurückzuführen. Der Planet Venus, benannt nach dieser Göttin leuchtet neben der Sonne und dem Mond am hellsten am nächtlichen Abendhimmel und gehört neben Sonne, Merkur, Erde und Mars zum inneren Sonnensystem als sechstgrößter Himmelskörper mit einem Durchmesser von 12.103,6 km.
weiter zum Artikel:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22442/1.html
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| Sonde erkundet zwei Asteroiden |
gefunden in: handelsblatt.com vom 30.3.2006
Sonde erkundet zwei Asteroiden
Abgesagte Dawn-Mission findet nun doch statt - Start im Juli
WASHINGTON. Kehrtwende bei US-Raumfahrtbehörde Nasa: Die mit deutscher Beteiligung gebaute Dawn-Sonde soll nun doch im Juli 2007 zu den beiden Asteroiden Ceres und Vesta fliegen. Die Nasa zog nach einer internen Überprüfung ihre zwischenzeitliche Absage der Roboter-Expedition wegen zu hoher Kosten und technischer Probleme zurück. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt begrüßte die Entscheidung. Damit würden der europäischen Planetenforschung neue Wege in der Erkundung von Asteroiden eröffnet, sagte der Vorstandsvorsitzende Sigmar Wittig.
Dawn ist die erste amerikanische Mission bei der beide Hauptexperimente aus Europa stammen. Deutschland hat für die auf 446 Millionen Dollar (369 Millionen Euro) veranschlagte Expedition die Kameratechnik entwickelt. Damit können erstmals Bilder aus nächster Nähe eines Asteroiden aufgenommen werden. Die italienische Raumfahrtagentur steuerte ein Spektrometer bei.
Die Expedition ist deshalb so interessant für die Planetenforschung, weil Asteroiden das Material enthalten, aus dem unser Sonnensystem und damit auch die Erde vor 4,6 Milliarden Jahren entstanden ist. Die beiden Asteroiden ziehen ihre Bahnen zwischen dem Mars und Jupiter. Die Nasa hat sie wegen ihrer Gegensätzlichkeit ausgewählt.
Die Sonde fliegt mit einem neuartigen Ionenantrieb. Dawn sollte ursprünglich im Juni dieses Jahres starten. Nach Angaben der Nasa überzog die Expedition das vorgesehene Budget um 73 Millionen Dollar.
Vor dem Hintergrund eines strikten Sparkurses verkündete die Nasa-Führung am 2. März daher das Aus. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 257 Millionen Dollar ausgegeben, und die Beendigung des Projektes hätte weitere 14 Millionen Dollar gekostet. Deshalb legte das federführende Jet Propulsion Laboratory in Pasadena (Kalifornien) Widerspruch ein. Der war erfolgreich, weil die Überprüfungskommission substanzielle Fortschritte bei vielen der ausstehenden technischen Probleme bescheinigte. dpa
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| Die Mystik der Sonnenfinsternis - Zufälle der Geschichte |
gefunden in: http://de.rian.ru/science/20060328/44910145.html
19:41 | 28/ 03/ 2006
MOSKAU, 28. März (RIA Novosti). Am Mittwoch, dem 29. März, erwartet die Erdbewohner eines der effektvollsten Naturschauspiele - eine Sonnenfinsternis. In diesem Jahr haben die Bewohner der südlichen Gefilde das Glückslos gezogen.
Mit ihnen können viele Touristen als Zugabe zu "All inclusive" die einzigartige und seltene Dienstleistung genießen. Die Finsternis nimmt um 8.36 Uhr nach Greenwich ihren Anfang, wenn sich der Schatten des Monds in der Gegend von Brasilien auf die Erde legt. Dort werden die Leute für etwa 1:53 Minuten eine volle Sonnenfinsternis erleben.
Mit einer Geschwindigkeit von 9 Kilometer pro Stunde wandert der Schatten dann über den Atlantischen Ozean zur Küste Afrikas, wo der Mond die Sonne um 9.08 Uhr verdunkeln wird. Weiter geht es nach Libyen und Ägypten, wo das Spektakel um 10.40 Uhr zu sehen sein wird. Über die Inseln Kreta und Zypern hinwegziehend, erreicht der Mondschatten dann die türkische Küste. In Antalya, dem beliebten Touristenmagneten in der Türkei, wird die Sonne für 3:36 Minuten vollständig hinter dem Mond verschwinden.
Seinen Abschluss findet die prachtvolle Inszenierung der Natur um 11.48 Uhr nach Greenwich, wenn der Mondschatten die Grenze der Nordmongolei erreicht haben wird. Die Entfernung von 14.500 Kilometer also wird der Mondschatten binnen 3:12 Stunden hinter sich bringen, so sagen die Insider.
...weiter zum Bericht: gefunden in: http://de.rian.ru/science/20060328/44910145.html
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| Mars-Sonde am Ziel: Jubel bei der NASA |
gefunden in: diepresse.com vom 11.03.2006
Die Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" schwenkte in die Umlaufbahn um den Mars ein. Laut NASA ein Bilderbuchmanöver.
Nach einem sieben Monate und 500 Millionen Kilometer langen Flug hat die Raumsonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO) den Planeten Mars erreicht. Die Sonde schwenkte am späten Freitagabend (MEZ) wie vorausberechnet in eine Umlaufbahn um den roten Planeten ein. Die Mitarbeiter im Kontrollzentrum in Pasadena (Kalifornien) reagierten mit Jubel und Erleichterung. Programmdirektor Jim Graf sprach von einem Bilderbuch-Manöver.
Die Sonde benötigt jetzt weitere sieben Monate, um von einer stark elliptischen Umlaufbahn in einen nahezu kreisrunden Orbit in 300 Kilometern über der Mars-Oberfläche zu fliegen. Ab November soll der Orbiter während seiner zweijährigen Forschungszeit zehn Mal mehr Daten sammeln, als alle bisherigen Mars-Sonden in mehr als vier Jahrzehnten zusammengenommen. "Die Lehrbücher über den Mars müssen neu geschrieben werden", sagte Graf.
Graf hatte vor dem Einschwenken in eine Umlaufbahn um den Mars von Nerven aufreibenden Minuten gesprochen. Die Sonde verschwand während des kritischen Flugmanövers für eine halbe Stunde hinter der Rückseite des Mars. Während dieser Zeit wusste das Kontrollzentrum nicht, ob sie von der Anziehungskraft des Planeten eingefangen wurde oder aber weiter in das All hinaus geflogen war. Als die Sonde dann das erste Signal sendete, brach unter den NASA-Mitarbeitern großer Jubel aus.
An Bord der neuen Sonde sind sechs wissenschaftliche Instrumente, darunter eine neue, besonders hoch auflösende Kamera. Damit können die Wissenschaftler aus 300 Kilometern Höhe selbst Gesteinsbrocken von der Größe eines Schreibtisches deutlich erkennen. Die Expedition kostet 720 Millionen Dollar (rund 605 Millionen Euro). Im kommenden Jahr soll die Phoenix-Sonde zum Mars fliegen und im Jahr 2009 ein Marslaboratorium. Diese Roboter-Expeditionen bereiten den Weg für den ersten Besuch von Menschen auf dem roten Planten. Die NASA hat einen bemannten Raumflug ab 2025 ins Auge gefasst. (Ag.)
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| Neuer Himmelskörper stellt den Planeten-Status von Pluto in Frage |
gefunden in: welt.de vom 1.2.2006
Neuer Himmelskörper stellt den Planeten-Status von Pluto in Frage
Bonn - Im vergangenen Jahr wurde ein zehnter "Planet" in unserem Sonnensystem entdeckt. Am 29. Juli meldete der Astronom Mike Brown vom California Institute of Technology in Pasadena den sensationellen Fund. Der neue Planet UB313 sei 97 Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde und "definitiv größer als Pluto". Brown schätzte seinen Durchmesser auf mehr als 3000 Kilometer. Pluto, der neunte Planet, bringt es hingegen nur auf 2300 Kilometer.
Nun haben Wissenschaftler vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie unter der Leitung von Professor Frank Bertoldi diese Angaben bestätigt. Sie analysierten die Wärmestrahlung von UB313, die sie mit einem hochempfindlichen Teleskop in Spanien aufgefangen hatten. Die Auswertung ergab 3100 Kilometer.
"Da UB313 damit jetzt erwiesenermaßen größer als Pluto ist, wird es immer schwieriger, Pluto noch als Planeten zu bezeichnen, wenn UB313 dieser Status vorenthalten wird", kommentiert Bertoldi die Meßergebnisse. Sein Kollege Wilhelm Atenhoff erwartet unterdessen weitere Entdeckungen: "Möglicherweise können wir da draußen noch weitere kleine Planeten finden, die uns mehr darüber sagen, wie sich unser Sonnensystem geformt und gebildet hat."
Der Gelehrtenstreit um die Definition von Planeten erfährt durch die Bonner Beobachtungen neuen Auftrieb. So meint beispielsweise Brian Marsden, Chef des Minor Planet Center, es gebe bereits eine Reihe anderer Planetenkandidaten, die schon vor UB313 entdeckt wurden. Sie erreichten fast die Größe des Pluto und könnten deshalb mit gleichem Recht als Planeten anerkannt werden.
Die Suche nach einem Namen für UB313 hat indes schon begonnen. Brown favorisiert Xena. Andere Vorschläge sind Persephone, Pax, Galileo und Cerberus. A.J.
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| Virtuelles Stöbern im Kometenstaub |
gefunden in: faz.com vom 22.01.2006
Virtuelles Stöbern im Kometenstaub
20. Januar 2006 Seti@home ist ein riesiger Erfolg. Auf der ganzen Welt stellen Computer-Nutzer ihre Rechner zur Verfügung, um die Universität von Kalifornien in Berkeley bei der Suche nach einer außerirdischen Intelligenz zu unterstützten. Die enorme versammelte Rechenkapazität der zahllosen privat und beruflich genutzten Computer soll helfen, aus einer Flut aufgefangener Signale aus dem All jenes herauszufiltern, daß eine fremde Zivilisation verrät. Nach einem ähnlichen Prinzip soll nun jeder, der mag, auch in jenen Partikeln forschern, die der Kometenstaub-Sammler Stardust in der vergangenen Woche zur Erde gebracht hat (Stardust: Interaktive Informationen der Nasa)
Stardust@home - ebenfalls betrieben von der Universität von Kalifornien - funktioniert wie ein virtuelles Mikroskop. Jeder User kann sich Bilder von den Stardust-Proben aus dem Internet laden und sich auf die Suche nach den winzigen interstellaren Staubkörnchen aus dem Schweif des Kometen Wild 2 machen, den die Sonde der Nasa durchflogen hat. Derjenige, dessen Rechner schließlich fündig wird, darf sich über eine ganz spezielle Belohnung freuen: Das entdeckte Körnchen erhält den Namen des Finders. 1,5 Millionen Bilder sollen im Internet bereitgestellt werden.
Suche nach Staub ferner Sterne
Treffer: Ein Kometenstaubpartikel im Aerogel-Kissen
Den Wissenschaftlern der Nasa geht es bei dem Projekt vor allem darum, jene kleinen Körnchen in dem Material aus dem Wild-2-Schweif ausfindig zu machen, die vielleicht von fernen Sternen stammen und in Supernovae ins All geschleudert wurden. Die Forscher gehen davon aus, daß in dem Material des Kometen auch solche Teilchen vorhanden sind. Diese könnten Neues über die Entwicklung des Weltraums und die Sternentstehung berichten.
Schon jetzt ist die Nasa überzeugt, daß die Stardust-Mission ein enormer wissenschaftlicher Erfolg ist und zahlreiche neue Erkenntnisse bringen wird. Die Erwartungen wurden angeblich sogar übertroffen. Don Brownlee, Astronomie-Professor an der Universität Washington und einer der federführenden Wissenschaftler bei Stardust, zeigte den ersten, in der Auffangsubstanz gefundenen Kometenpartikel der Öffentlichkeit. Dieser ist im Durchmesser ein Zehntel Millimeter groß und völlig schwarz. „Das ist ein großer Fisch”, sagte er. „Wir sind völlig überwältigt.” Der größte Einschlag in der Auffangsubstanz mißt nach Angaben des Wissenschaftlers fast einen halben Zentimeter, und man kann einen kleinen Finger hineinstecken. „Wir sind vor Freude auf- und abgesprungen”, sagte Brownlee.
Nasa-Wissenschaftler Peter Tsou zeigt das Sammelgitter von Stardust
Die Staubpartikel sind in einer Auffangsubstanz eingeschlagen, die Aerogel heißt. Diese ist nach Angaben der Nasa so durchsichtig wie Glas, hat aber eine geringe Dichte. Dadurch wurden die Teilchen beim Auftreffen auf das Aerogel nicht zerstört. Die Staubkörner hatten beim Einschlag nach Angaben der Nasa die zehnfache Geschwindigkeit einer Pistolenkugel. Auf den Bildern, die die Nasa von den Gelkissen bereitstellt, sind die großen Einschläge deutlich zu sehen. Nun beginnt die Suche nach den kleinsten Spuren interstellarer Materie.
Anmeldung zum Projekt im Internet: Stardust@home
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| New Horizons is On its Way to Pluto |
Liftoff -- New Horizons is On its Way!
Image above: Liftoff of the Atlas V carrying NASA's New Horizons spacecraft to a distant date with Pluto! Image credit: NASA/KSC
Success! NASA's New Horizons spacecraft has launched from Cape Canaveral Air Force Station in Florida aboard a fast-moving Atlas V rocket. It's headed for a distant rendezvous with the mysterious planet Pluto almost a decade from now.
The official launch time was 2:00:00 p.m. EST.
The third time was the charm for New Horizons. Two consecutive launch attempts earlier in the week were foiled by high winds at the launch site and a power outage at the Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory in Laurel, Md., which operates the spacecraft now that the mission is underway.
As the first spacecraft to visit Pluto and its moon Charon, New Horizons looks to unlock one of the solar system's last, great planetary secrets. The New Horizons spacecraft will cross the entire span of the solar system and conduct flyby studies of Pluto and Charon in 2015. The seven science instruments on the piano-sized probe will shed light on the bodies' surface properties, geology, interior makeup and atmospheres.
The first 13 months of the mission include spacecraft and instrument checkouts, instrument calibrations and trajectory correction maneuvers. There will also be rehearsals for an encounter with Jupiter in spring 2007, in which the giant planet will provide a slingshot-like gravity boost that could save New Horizons up to three years of flight time. This encounter will be followed by an approximately 8-year interplanetary cruise to Pluto.
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| Neun Jahre Flug zum Pluto |
 Image above: On Complex 41 at Cape Canaveral Air Force Station, the Atlas V expendable launch vehicle with the New Horizons spacecraft settles into position with the launcher umbilical tower on the pad. Image credit: NASA/KSC
New Horizons Launch Rescheduled
Launch of NASA's New Horizons spacecraft at Cape Canaveral Air Force Station, Fla., has been postponed, pending resolution of a weather-related power outage at the spacecraft mission operations center in Maryland. Mission managers will decide later today whether to proceed toward Thursday's launch opportunity, which runs from 1:08 p.m. to 3:07 p.m. EST.
Latest News on New Horizon:
http://www.nasa.gov/mission_pages/newhorizons/main/index.html
http://www.nasa.gov/multimedia/nasatv/index.html
Artikel gefunden in: welt.de vom 17.1.06
Heute öffnet sich das Startfenster für die Mission zum fernsten Planeten und seinem riesigen Mond
von Hans-Arthur Marsiske
Sieben wissenschaftliche Instrumente befinden sich an Bord der Sonde "News Horizons"
Cape Canaveral - Wilhelm Tell gilt als Meisterschütze, weil er mit der Armbrust aus etwa 30 Meter Entfernung einen Apfel auf dem Kopf seines Sohnes spaltete. Alan Stern kann das nicht sonderlich beeindrucken. Denn was der Astronom vom Southwest Research Institute in Boulder (Colorado) vorhat, ist nichts Geringeres als der weiteste gezielte Schuß, der je versucht wurde. Stern leitet die Weltraummission "New Horizons" zum Pluto, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Es ist der einzige, der noch nie von einer irdischen Raumsonde besucht wurde. Das Vorhaben, eine Sonde an dem etwa fünf Milliarden Kilometer entfernten Himmelskörper vorbeizulenken, entspricht dem Versuch, einen Apfel in 300 Kilometer Entfernung zu treffen.
Wenn sich heute das Startfenster für "New Horizons" öffnet, hat die Sonde einen langen, beschwerlichen Weg nicht nur vor, sondern auch hinter sich.
Immer wieder hatte die erstmals Ende der achtziger Jahre angedachte Mission mit Hindernissen zu kämpfen, mehrmals stand sie vor dem Aus. Aber es gab gewichtige Gründe, den Start nun nicht weiter zu verschieben. Denn Pluto hat im Jahr 1989 den sonnennächsten Punkt seiner Umlaufbahn passiert. Mit zunehmender Entfernung von der Sonne wird er immer kälter. Wenn die Sonde bis zum Ende des Startfensters am 14. Februar losgeschickt werden kann, könnte sie schon im Jahr 2015 in nächster Nähe an Pluto vorbeifliegen. Verpaßt sie dieses Jahr den Abflug, würde es äußerst knapp: Dann gibt es erst im Februar kommenden Jahres eine Chance, wegen einer ungünstigeren Konstellation des Jupiters könnte Pluto jedoch erst 2020 erreicht werden.
Viele Wissenschaftler rechnen jedoch damit, daß um das Jahr 2020 die Pluto-Atmosphäre gefrieren könnte. Eine Beobachtung der gasförmigen Atmosphäre wäre dann erst in ungefähr 200 Jahren wieder möglich.
Daß Pluto eine Atmosphäre besitzt, konnte im Jahr 1988 bei einer sogenannten Sternokkultation nachgewiesen werden. Dabei wandert der Planet vor einem Stern vorbei und verdeckt ihn für kurze Zeit vollständig. Statt schlagartig zu verschwinden, wie es bei einem atmosphärelosen Himmelskörper zu erwarten wäre, veränderte sich das Licht des Sterns jedoch allmählich. Die Analyse deutete auf einen hohen Stickstoffgehalt der Gashülle hin. Damit ist Pluto der vierte Himmelskörper im Sonnensystem, auf dem eine Stickstoffatmosphäre gefunden wurde. Die anderen drei sind der Neptunmond Triton, der Saturnmond Titan - und die Erde.
Eine weitere Sternokkultation im Jahr 2002 erbrachte widersprüchliche Daten. Zum einen wurde der plötzliche Helligkeitsabfall, der 1988 auf eine tiefliegende Smogschicht hingedeutet hatte, nicht erneut beobachtet. Zum anderen war die Entwicklung der Temperatur uneinheitlich. "Während Plutos Atmosphäre sich abkühlt, deuten andere Daten darauf hin, daß die Oberfläche sich leicht erwärmt hat", sagte Marc Buie vom Lowell Observatory in Flagstaff (Arizona). "Was wir beobachten, ist komplexer, als wir erwartet haben."
Trotz der extremen Kälte von etwa minus 230 Grad Celsius scheint es also auf dem Pluto recht turbulent zuzugehen. Es ist eine dynamische Welt mit einer sich ständig verändernden Oberfläche und Atmosphäre, von deren Untersuchung sich die Wissenschaftler wertvolle Erkenntnisse zur Geschichte des Sonnensystems erhoffen.
Auch in der näheren und weiteren Umgebung von Pluto ist einiges los - soviel, daß mittlerweile sogar Plutos Status als Planet in Frage steht. Eigentlich handelt es sich ohnehin um ein Doppelsystem. Denn Plutos Begleiter Charon, der 1978 entdeckt wurde, ist mit einem Durchmesser von etwa 1250 Kilometern gut halb so groß wie Pluto. Bei einem solchen Größenverhältnis mögen die Astronomen nicht mehr von einem Mond sprechen. Der Begriff paßt eher für zwei erst vor wenigen Monaten mit dem Weltraumteleskop Hubble entdeckte, 30 bis 70 Kilometer große Objekte im Pluto-Orbit.
Das Plutosystem ist nicht allein. Das hatten unabhängig voneinander der irische Astronom Kenneth Edgeworth und der niederländisch-amerikanische Astronom Gerard Kuiper bereits vor über 50 Jahren vermutet, als sie über die Existenz einer riesigen Wolke kleinerer Himmelskörper jenseits der Neptunbahn spekulierten. 1992 wurde das erste Objekt dieses Edgeworth/Kuiper-Gürtels nachgewiesen. Inzwischen sind über tausend Objekte bekannt, darunter neun Doppelsysteme.
Im vergangenen Juli meldete ein amerikanisches Forschungsteam die Entdeckung des "zehnten Planeten": Ein Objekt, etwas größer als Pluto und etwa dreimal soweit von der Sonne entfernt. Teamleiter Mike Brown vom California Institute of Technology schlug dafür den Namen "Xena" vor. Das für die Namensvergabe zuständige Komitee der International Astronomical Union konnte allerdings noch nicht darüber entscheiden. Denn vorher muß ein anderes Komitee klären, ob "2003 UB313" überhaupt als Planet klassifiziert wird. Es könnte sinnvoller sein, statt dessen Pluto zukünftig dem Edgeworth/Kuiper-Gürtel zuzuordnen.
"New Horizons" soll nach dem Vorbeiflug am Pluto noch mindestens fünf Jahre lang Daten übermitteln. Projektleiter Alan Stern hofft auf wenigstens ein oder zwei Gelegenheiten, ein Kuipergürtel-Objekt aus nächster Nähe zu beobachten.
Stern freut sich, daß der Start der Sonde kurz nach dem 100. Geburtstag des 1973 gestorbenen Gerard Kuipers erfolgt. "Der Kuipergürtel ist die größte Struktur unseres Planetensystems", sagt er. "Seine Entdeckung hat unser Verständnis der Architektur des Sonnensystems revolutioniert." Im Juli 2015 könnte "New Horizons" Pluto und Charon erreichen und "neue Horizonte" entdecken.
Artikel erschienen am Di, 17. Januar 2006
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| NASA-Sonde "Stardust" bringt Kometenstaub zur Erde |
gefunden in: web.de am 15.1.06
NASA-Sonde "Stardust" bringt Kometenstaub zur Erde
NASA-Sonde bringt Kometenstaub zur Erde
Washington - Die NASA-Sonde "Stardust" hat zum ersten Mal in der Raumfahrtgeschichte Staub eines Kometen zur Erde zurückgebracht.
Die kleine Kapsel leuchtete beim Eintritt in die Atmosphäre wie ein Feuerball am Nachthimmel, bevor sie am Sonntagmorgen um 2.12 Uhr Ortszeit (11.12 Uhr MEZ) im US-Bundesstaat Utah landete.
Der Direktor der NASA-Zentrale in Pasadena in Kalifornien, Charles Elachi, sprach von einem großen Erfolg und dem "zweiten goldenen Zeitalter in der Planetenforschung".
"Stardust" kreuzte sieben Jahre lang rund 4,6 Milliarden Kilometer durch unser Sonnensystem. Im Januar 2004 flog die Sonde in nur 240 Kilometer Entfernung an dem Kometen Wild 2 vorbei und sammelte dabei Proben aus dessen Staub- und Gaswolke. Nach Angaben der NASA enthalten diese Partikel die Grundbausteine, aus denen vor 4,5 Milliarden Jahren unser Sonnensystem einschließlich der Erde entstanden ist. An Bord von "Stardust" sind außerdem Staubpartikel, die aus anderen Galaxien in unser Solarsystem gedriftet sind.
Washington - Mit einer Bilderbuchlandung ist die NASA-Sonde «Stardust» am Sonntagmorgen im US-Bundesstaat Utah zur Erde zurückgekehrt. An Bord befindet sich erstmals in der Geschichte der Raumfahrt Staub von einem Kometen.
«Stardust» kreuzte in den vergangenen sieben Jahren rund 4,6 Milliarden Kilometer durch unser Sonnensystem. Der eingesammelte Staub vom Kometen Wild 2 enthält nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde die mehr als 4,5 Milliarden Jahre alten Grundbausteine, aus denen sich unser Solarsystem entwickelt hat.
Die nur 43 Kilogramm schwere Landekapsel trat kurz vor 2.00 Uhr Ortszeit (11.00 UHR MEZ) in die Atmosphäre ein und raste wie ein weithin sichtbarer Feuerball auf die Erde zur. Nach der Landung suchte ein Helikopter die kleine Kapsel in dem stockdunklen Wüstengelände. Die Proben sollen nach ihrer Bergung zum NASA-Labor nach Houston in Texas geflogen werden, wo bereits am Montag die wissenschaftliche Auswertung beginnen soll.
© dpa - Meldung vom 15.01.2006 11:35 Uhr
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gefunden in: faz.de vom 13.1.06
Satelliten-Navigation
Galileo-Testsatellit „bei bester Gesundheit”
13. Januar 2006 Das europäische Weltraum-Navigationssystem Galileo hat die erste Probephase bestanden. Zwei Wochen nach dem Start hat der Galileo-Testsatellit Giove-A am Donnerstag die ersten Navigationssignale gesendet. Am selben Tag hat Südkorea zugesichert, das europäische Satelliten-Netzwerk mitzufinanzieren. In welcher Höhe, ist noch offen. Die Asiaten sind das sechste nicht-europäische Land, das sich an der Finanzierung von Galileo beteiligt.
Der Satellit sei „bei bester Gesundheit”, heißt es auf der Internet-Seite der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa. Seine Signale aus der Umlaufbahn in 23.260 Metern Höhe seien von Bodenstationen in Chilbolton (Großbritannien) und Redu (Belgien) aufgefangen und ausgewertet worden. Damit habe das mit dem amerikanischen System GPS und dem russischen Glonass kompatible System der Satellitennavigation „den ersten Meilenstein auf dem Weg zu seiner vollen Einsatzbereitschaft erreicht” (siehe auch: Galileo: Interaktive Informationen der Esa)
Giove-A war am 28. Dezember mit einer russischen Trägerrakete des Typs Sojus in eine Umlaufbahn in 23.200 Kilometern Höhe geschossen worden. Das Heraufladen der Bordsoftware und die Ausrichtung der Sonnenpanele mit Hilfe von Bodenstationen in Großbritannien, Indien und Malaysia funktionierte einwandfrei. Die Nutzlasterprobung von Giove-A soll bis Mitte Februar abgeschlossen sein.
Südkorea, China, Indien, Marokko, Israel, Ukraine
Die Esa und die Europäische Union wollen bis 2010 mit dem auf 3,8 Milliarden Euro veranschlagten Projekt Galileo eine von einer zivilen Instanz betriebene Alternative zum militärisch kontrollierten amerikanischen System GPS im All stationieren. Noch in diesem Jahr soll der zweite Testsatellit, der von Galileo Industries (Deutschland) gebaute Giove-B, gestartet werden.
Südkorea gesellt sich zu China, Indien, Marokko, Israel und der Ukraine. Die Summe, die das Land in eines der größten Industrieprojekte seit Airbus in den 70er Jahren investieren will, blieb noch offen. Die EU-Kommission wertete das Bekenntnis Südkoreas als einen Beleg für das wachsende Interesse in aller Welt an dem europäischen Navigationssystem. Die EU erwartet, daß das Projekt profitabel wird, weil der Markt für Satelliten-Navigationssysteme bis 2020 auf 275 Milliarden Euro im Jahr anwachsen werde - von 20 Milliarden im Jahr 2003.
Galileo soll 2008 an den Start gehen. Die EU-Behörden akzeptierten im vergangenen Juni ein gemeinsames Angebot von EADS und Alcatel, um das Netzwerk zu unterhalten. Zu der Gruppe gehört auch die französische Militärelektronik-Unternehmen Thales, die britische s Inmarsat Ventures, Italiens Finmeccanica, der spanische Satelliten-Betreiber Hispasat und dem spanischen Flughafenbetreiber Aena.
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| NORDSTERN Polaris ist nicht allein |
gefunden in: spiegel.de vom 10.1.06
Er ist hell, nah am Nordpol des Himmels und mit bloßem Auge gut zu erkennen: Der Nordstern, genannt Polaris, hilft seit jeher bei der Orientierung. Weniger gut zu erkennen sind seine zwei Begleiter. Einer von ihnen wurde erst jetzt entdeckt.
Der eine der beiden Weggefährten, "Polaris B", ist schon seit 1780 bekannt und mit einem kleinen Teleskop leicht zu erkennen. "Polaris Ab", wie die Astronomen den zweiten Begleiter tauften, hatte sich bisher gut vor den Augen der Wissenschaftler versteckt. Doch jetzt gibt es die ersten Fotos, die beweisen: Der 430 Lichtjahre entfernte Polarstern ("Polaris Aa") ist Teil eines Drei-Stern-Systems.
Nordstern und Begleiter: 430 Lichtjahre entferntes Drei-Stern-System
Mit dem "Hubble"-Teleskop spürten die Wissenschaftler "Polaris Ab" auf, der sich nah an den Nordstern schmiegt. Weil er nur etwa drei Milliarden Kilometer von seinem großen Bruder entfernt ist, mussten die Forscher die Auflösung des Weltraumteleskops bis an ihre Grenzen ausreizen, sagt Astronomin Nancy Evans vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics. Zum Vergleich: Die Distanz zwischen dem Nordstern und "Polaris B" beträgt mehr als 380 Milliarden Kilometer. Vermutet hatten die Forscher die Existenz eines zweiten Gefährten schon länger, weil sie Unregelmäßigkeiten in den Bahnen der beiden anderen Himmelskörper beobachteten - ein Indiz für die Anziehungskraft, die "Polaris Ab" auf die anderen Sterne ausübt.
Im Vergleich zum Polarstern ist der neu entdeckte Begleiter ein Zwerg, sagen die Astronomen, die ihre Ergebnisse auf einem Treffen der "American Astronomical Society" in Washington vorstellten. Und auch von der Leuchtkraft her kann er bei weitem nicht mit dem Nordstern mithalten. Polaris, der zum Sternbild "Kleiner Bär" - auch "Kleiner Wagen" genannt - gehört, leuchtet 2.000-mal heller als die Sonne.
Evans und ihre Kollegen wollen das Polaris-System jetzt weiter beobachten. Sie richten ihren Blick auf die Bewegungen des neu entdeckten Begleitsterns, der sich in etwa 30 Jahren einmal um den Hauptstern bewegt. Dadurch erhoffen sie sich Erkenntnisse über die Massen der Sterne - eine der schwierigsten Aufgaben für Astronomen. Und auch das ultimative Ziel steht schon fest: Die exakte Masse des Polarsterns zu bestimmen.
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| Mars-Roboter bleiben sauber |
gefunden in: spiegel.de vom 8.1.06
ZÄHE MASCHINEN
Die Nasa-Rover "Spirit" und "Opportunity" sind seit mehr als zwei Jahren auf dem Mars unterwegs - ein Mehrfaches der ursprünglich geplanten Betriebsdauer. Ein beeindruckendes Selbstporträt von "Spirit" zeigt jetzt den Hauptgrund der Langlebigkeit.
Als "Spirit" und "Opportunity" im Januar 2004 auf dem Roten Planeten gelandet sind, hätte wohl keiner der Nasa-Ingenieure auch nur zu träumen gewagt, wie erfolgreich und vor allem wie langlebig die Fahrzeuge sein würden. Drei Monate hatte die US-Raumfahrtbehörde den beiden baugleichen Robotern eingeräumt, um ihre Hauptaufgabe - die Suche nach Spuren früherer Wasservorkommen - erfolgreich zu beenden.
Das war schon nach wenigen Wochen erledigt, und mittlerweile sind die Zwillinge seit mehr als zwei Jahren auf entgegengesetzten Seiten des Mars aktiv. Insgesamt legten die Sonden elf Kilometer zurück und funkten mehr als 100.000 Bilder zur Erde.
Ein fotografisches Selbstporträt von "Spirit" zeigt jetzt eindrucksvoll den Grund für die unerwartet lange Lebensdauer: Die Solarzellen sind noch immer nahezu blitz sauber.
Die Nasa-Techniker waren eigentlich davon ausgegangen, dass der rötliche Staub des Mars die Energiespender nach relativ kurzer Zeit zudecken und die Roboter stoppen würde. Doch mittlerweile wissen die Ingenieure, warum das nicht geschehen ist: Auf dem Mars weht der Wind regelmäßig kräftig genug, um die Solarzellen der Rover immer wieder freizupusten.
So können "Spirit" und "Opportunity" weiterhin wertvolle Informationen zur Erde funken. "Diese Rover leben von geborgter Zeit", sagt Steven Squyres, der wissenschaftliche Leiter der Mars-Mission. "Wir haben die Garantiezeit lange überschritten." Jetzt werde jeden Tag versucht, alles aus den Sonden herauszuholen. "Wir leben von Tag zu Tag", sagt Squyres.
Rover überstanden technische Pannen
"Opportunity" machte die erste wichtige Entdeckung der Mission und fand den Beweis für die einstige Existenz ausgedehnter Wasservorkommen. "Spirit" ging in die Geschichtsbücher als erste Sonde ein, die einen außerirdischen Hügel bezwang. Im vergangenen Sommer war der Aufstieg auf den 82 Meter hohen Husband Hill abgeschlossen - und das, obwohl die Nasa befürchtet hatte, der Roboter werde dem Wetter nicht trotzen können.
Bei allen Erfolgen gab es natürlich auch einige technische Pannen. Bei "Spirit" funktionierte ein Vorderrad nicht richtig. Die Techniker lösten das Problem, indem sie die Sonde einfach rückwärts fahren ließen. "Opportunity" blieb bei dem Versuch, eine Düne zu erklimmen, im Sand stecken. Sechs Wochen gingen ins Land, ehe der Roboter befreit war.
Auch vor Alterserscheinungen sind die Sonden nicht gefeit. Im November blieb der Motor an einem Roboterarm von "Opportunity" stehen, und der Arm ließ sich nicht mehr ausfahren. Zwei Wochen später funktionierte alles wieder einwandfrei.
Nasa verlängerte Mission schon drei Mal
In den vergangenen zwei Jahren legte "Spirit" auf seinen sechs Rädern 4,8 Kilometer zurück und funkte 70.000 Bilder zur Erde, darunter Selbstporträts und Panorama-Aufnahmen. "Opportunity" fuhr 6,4 Kilometer und übertrug 58.000 Bilder. Die Nasa verlängerte die Mission schon drei Mal und stockte den ursprünglichen Missionsetat von 820 Millionen Dollar (695 Millionen Euro) auf 904 Millionen auf.
Die Erforschung der Geschichte des Mars ist noch lange nicht abgeschlossen. "Spirit" und "Opportunity" sollen weiterhin Minerale untersuchen. "Gesteinsschichten sind der Strichcode der Mars-Geschichte", erklärt John Grotzinger, ein Mitglied des wissenschaftlichen Teams. "Jede neue Schicht ist ein weiteres Teil des Puzzles."
Auch die Erforschung des Roten Planeten aus dem Orbit schreitet voran. Die europäische Raumsonde "Mars Express", die - ebenfalls seit Anfang 2004 - spektakuläre Bilder zur Erde funkt, hat jetzt Fotos eines gewaltigen elliptischen Kraters geschossen. Die rund 650 Meter tiefe Einschlagsnarbe zieht sich über mehr als 24 Kilometer Länge und 11 Kilometer Breite über eine Ebene namens Hesperia Planum.
Nach Einschätzung des Teams um den Berliner Planetenforscher Gerhard Neukum, der die hochauflösende Stereokamera von "Mars Express" betreibt, wurde die Oberfläche des Kraters nach dem Einschlag von Lavaströmen erneuert. Die längliche Form des Kraters weise darauf hin, dass ein Meteorit mit einem Winkel von weniger als zehn Grad aufgeschlagen ist.
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| Forscher glaubt an irdisches Leben auf dem Mars |
gefunden in: spiegel.de vom 4.1.06
EINGESCHLEPPTE MIKROBEN
Forscher glaubt an irdisches Leben auf dem Mars
Auf dem Mars könnte es Leben geben - allerdings kein einheimisches. Millionen von Bakteriensporen sind an Bord von Sonden zum Roten Planeten gelangt, glaubt ein französischer Experte. Die Regeln zur Desinfektion von Raumschiffen müssten verschärft werden.
Paris - Auf dem Mars gibt es wohl tatsächlich Leben wie auf der Erde, sagte André Debus gestern in Paris. Den Grund dafür lieferte der Experte von Frankreichs Raumfahrtbehörde CNES gleich nach: Das Leben stammt von der Erde. Mittlerweile dürfte eine Milliarde irdischer Bakteriensporen durch Mars-Missionen aus den USA und Europa auf dem Roten Planeten eingeschleppt worden sein, erklärte er.
DPA / NASA
Rover "Spirit" auf Mars: Sporen als blinde Passagiere an Bord?
Im unwirtlichen Mars-Klima könnten sich die Bakterien nicht weiter entwickeln, sagte Debus; sie verharrten aber bei Minusgraden, ohne Wasser und Nährstoffe, in einer Art Schlafzustand. Debus hatte im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde Nasa eine Studie zur möglichen Kontamination des Mars erstellt.
Nach den Vorgaben des internationalen Committee on Space Research (COSPAR) darf ein Mars-Landegerät höchstens 300.000 Sporen der Mikroorganismen je Quadratmeter eigener Größe auf den Roten Planeten mitbringen. Vor der obligatorischen Desinfektion gibt es schätzungsweise drei Milliarden Sporen. Roboter, die auf dem Roten Planeten unterwegs sein sollen, dürften höchstens 300 Sporen je Quadratmeter mitbringen, spezielle Suchgeräte höchstens 30.
Die Nasa beschäftigt eigens einen Planetary Protection Officer, der sich ausschließlich um den Schutz von Objekten im All vor der Kontamination durch irdische Mikroben kümmert. Er soll verhindern, dass Bakterien oder Sporen quasi per Anhalter durch die Galaxis fliegen - an Bord von Nasa-Sonden. Vor allem Sporen gelten als sehr widerstandsfähig - sie können mitunter jahrelange Flüge durchs All trotz der Strahlung unbeschadet überleben.
Deshalb werden Sonden wie die beiden immer noch aktiven Marsrover "Spirit" und "Opportunity" vor dem Start penibel gereinigt. Teilen, die keine große Hitze vertragen, rücken die Nasa-Techniker mit UV-Strahlen oder Chemikalien zu Leibe.
Dass die bisherigen Maßnahmen ausreichen, wird nun von dem französischen Experten Debus angezweifelt. Die Regeln für die Desinfektion von Raumfahrzeugen müssten verschärft werden, damit bei der Suche nach Leben auf dem Mars nicht versehentlich Bakterien von der Erde als Sensationsfund gemeldet werden.
Wie intensiv eine Sonde vor ihrem Start von Mikroben gereinigt wird, hängt auch vom Verlauf ihrer Mission ab. Raumschiffe, die ausschließlich Planeten oder Monde umkreisen sollen, müssen nicht so sauber sein wie jene, die auf anderen Objekten landen sollen.
Doch eine solche Landung kann auch ungewollt stattfinden - und Weltallreinhalter vor Probleme stellen. Wie beispielsweise die japanische Sonde "Nozomi", die sich Ende 2003 nach technischen Problemen plötzlich auf Kollisionskurs mit dem Mars befand. Um eine Kontaminierung des Planeten zu verhindern, wurde Sonde vom Kurs abgebracht und erreichte schließlich in eine ungefährliche Sonnenumlaufbahn.
Wenige Monate zuvor mussten Nasa-Mitarbeiter bei der Sonde "Galileo" ein ähnliches Manöver des letzen Augenblicks durchführen. Sie lenkten die Sonde in die Jupiter-Atmosphäre, in der sie verglühte, um zu verhindern, dass "Galileo" auf den Mond Europa stürzt in ihn verunreinigt.
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BAUSTEINE DES LEBENS
DNA-Vorläufer umschweben fernen Stern
In einer Staubscheibe um einen Stern haben Forscher erstmals die Vorstufen von DNA und Proteinen entdeckt. Aus der Scheibe könnten irgendwann Planeten entstehen, die möglicherweise auch der Erde ähneln.
Bei Beobachtungen des 375 Lichtjahre entfernten Sterns "IRS 46" haben Wissenschaftler eine Überraschung erlebt: In der Scheibe aus Gas und Staub, die den Stern umgibt, fanden sie Vorstufen der chemischen Grundbausteine des Lebens. Aus diesen Verbindungen - Acetylen und Blausäure - können Bestandteile der DNA und Aminosäuren entstehen, aus denen alle Eiweißverbindungen aufgebaut sind.
NASA/JPL-Caltech/T. Pyle (SSC)
Sonnensystem vor der Entstehung (Simulation): Forscher finden organische Verbindungen in planetarer Staubscheibe
"Wenn man Blausäure, Acetylen und Wasser in ein Reagenzglas gibt und sie auf einer Oberfläche reagieren lässt, bekommt man eine Menge organischer Verbindungen, inklusive Aminosäuren", sagte Geoffrey Blake vom California Institute of Technology in Pasadena. Auch eine der vier Basen der DNA könne sich aus dem Gebräu bilden. "Jetzt können wir diese Moleküle in der Planetenzone eines Sterns sehen, Hunderte von Lichtjahren von der Erde entfernt."Aus der Staubscheibe um "IRS 46" könnten eines Tages Planeten hervorgehen. "Dieses junge System ähnelt unserem Sonnensystem, Milliarden Jahre bevor auf der Erde das Leben entstand", sagte Fred Lahuis vom niederländischen Observatorium Leiden, unter dessen Führung die jetzt im Fachblatt "Astrophysical Journal Letters" beschriebene Entdeckung gelang.Die Wissenschaftler hatten mit Hilfe des "Spitzer"-Infrarotteleskops, das seit 2003 nahe der Erde die Sonne umkreist, etwa 100 junge Sterne beobachtet und die chemische Zusammensetzung der umgebenden Staubwolken untersucht. Einen derartigen Cocktail großer Mengen organischer Verbindungen, der neben Acetylen und Blausäure auch Kohlendioxid enthielt, fanden sie jedoch nur bei "IRS 46". Anschließende Beobachtungen mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii haben die "Spitzer"-Daten bestätigt.Aus ihnen ging auch hervor, dass die organischen Gase in der Staubscheibe etwa 100 Grad Celsius heiß sind. Die Forscher schließen daraus, dass sie etwa im gleichen Abstand den Stern umkreisen wie die Erde die Sonne. Solche organischen Gase haben Forscher bereits anderswo entdeckt: in den Atmosphären der großen Gasplaneten sowie des Saturnmondes Titan und auf den eisigen Oberflächen von Kometen.Aus solchen im planetarischen Staub enthaltenen Substanzen ist wahrscheinlich auch das Leben auf der Erde entstanden, vermuten Wissenschaftler schon länger. Die organischen Verbindungen könnten mit Kometen auf die Erde gelangt oder mit dem kosmischen Staub in die Atmosphäre gerieselt sein. zurueck
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