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14/02 2008
 Fledermaus-Fossil löst Rätsel der Echo-Ortung
gefunden in: handelsblatt-newsletter vom 13.02.2008

Fledermaus-Fossil löst Rätsel der Echo-Ortung
Mit der bislang ältesten gefundenen Ur- Fledermaus haben Forscher ein vieljähriges Rätsel gelöst: Ein über 52 Mill. Jahre alte Fossil zeigt, dass Fledermäuse zuerst fliegen konnten und erst später die Fähigkeit zur Echo-Ortung entwickelten.

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17/09 2006
 Neandertaler harrten länger aus als gedacht
gefunden in: HANDELSBLATT, Donnerstag, 14. September 2006, 08:45 Uhr

Ausgrabungen in Gibraltar
 
Neandertaler harrten länger aus als gedacht
Von Ferdinand Knauss
 
Neandertaler überlebten offenbar länger in Europa als bislang angenommen. Das belegen Ausgrabungen in Gibraltar. Möglicherweise war dort der Rückzugsort des Homo sapiens neanderthalensis, einer Nebenlinie in der Evolution des Menschen.
 
DÜSSELDORF. Die Entdeckung zeigt, dass die Neandertaler nicht unmittelbar nach der Ankunft des modernen Menschen, des Homo sapiens sapiens, in Europa ausstarben, sondern länger als bisher vermutet in Rückzugsgebieten ausharrten.

In Gibraltar haben demnach bis vor 28 000 Jahren Neandertaler gelebt, vielleicht sogar noch vor 24 000 Jahren, berichten Clive Finlayson vom Gibraltar Museum und Kollegen verschiedener Institute aus Spanien, England und Japan in der Zeitschrift „Nature“. Moderne Menschen sind in Europa seit mindestens 32 000 Jahren ansässig. Beide Arten lebten also nicht nur kurz, sondern für mehrere Jahrtausende nebeneinander.

Die neuen Entdeckungen stammen aus Gorham’s Cave, einer Höhle im Felsen von Gibraltar, wo schon vor mehr als 50 Jahren Schädel und Steinwerkzeuge von Neandertalern entdeckt worden waren. Die Altersbestimmung neu gefundener Gegenstände einschließlich mehrerer Feuerstellen in der Höhle zeigt nun, wie langlebig die Neandertaler-Besiedlung war. Die Menschen dort hatten Zugang zu vielen essbaren Pflanzen und Tieren in sandigen Ebenen, Wäldern, Feuchtgebieten und an der Meeresküste. Dieser Umweltreichtum ermöglichte den Neandertalern vielleicht das im Vergleich zu anderen Regionen längere Überleben.

Die Aussagen über das Alter der Feuerstellen beruhen auf einer Verfeinerung der Radiokarbonmethode zur Altersbestimmung kohlenstoffhaltiger organischer Materialien.

Das Verschwinden des Neandertalers war, wie die Anthropologen Eric Delson und Katerina Harvati in „Nature“ schreiben, „ein dramatischer Moment der menschlichen Evolution“. Die beiden sind zwar noch skeptisch, ob die jungen Datierungen „wasserfest“ sind. Sollten sie es sein, könnten sie die Theorie stützen, dass Neandertaler und moderner Mensch sich vereinzelt vermischten, da dies umso wahrscheinlicher wird, je länger beide Arten nebeneinander lebten. Ein in Portugal vor wenigen Jahren gefundenes Kinderskelett – 24 500 Jahre alt – wird von einigen Forschern als Hybrid beider Arten interpretiert. Ob heutige Europäer Erbgut der Neandertaler in sich tragen, wird kontrovers diskutiert.
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25/08 2006
 Speed-Dating im Turbogang
gefunden in: spielgel.de vom 25.08.06

SYMPATHISCHES GESICHT

Speed-Dating im Turbogang

Ein Gesicht huscht vorbei, man sieht es nicht einmal eine Sekunde lang. Und doch reicht diese Zeit, um zu beurteilen, ob man die Person attraktiv oder vertrauenswürdig findet. Was nach Schubkasten-Denken klingt, ist ein Trick des Hirns.
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  http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,433111,00.html
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01/06 2006
 Immer nur der Nase nach
gefunden in: handelsblatt.com vom 1.06.2006
Auszug aus dem Artikel von Seite 9:

Immer nur der Nase nach
Die Bedeutung des Geruchssinns wurde lange unterschätzt – Seine Erforschung eröffnet neue Wege für die Medizin

ULRICH  KRAFT | DÜSSELDORF
Wäre Hanns Hatt Kultusminister, stünde auf dem Lehrplan von Schülern neben Mathe, Deutsch und Co. noch ein zusätzliches Fach. Eines, das allerdings nicht der Verbesserung der Pisa-Ergebnisse, sondern dem sinnlichen Vergnügen der Eleven diente: Riechen. „Über das Riechen erschließt sich eine ganz eigene, ungemein vielfältige Welt, doch leider legen die meisten Menschen auf diesen Sinn nur sehr wenig Wert“, sagt Hatt. „Wer viel riechen will, muss trainieren, und je früher man damit anfängt, desto besser.“
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25/04 2006
 "Die Reise der Störche"
gefunden in: stern.de vom 25.4.2006

Prinzesschen der Lüfte
Prinzesschen in Aktion. Störche sind Segelflieger - sie lassen sich von warmen Aufwinden tragen. So können sie energiesparend die langen Distanzen überwinden

Von Jens Lubbadeh
Sie hat einen Freund, ein Nest und sogar eine eigene Homepage: Prinzesschen, Weißstorch-Dame im besten Alter, reist jedes Jahr von Sachsen-Anhalt ins 10.000 Kilometer entfernte Afrika. Ein TV-Team hat sie begleitet.
Prinzesschen trägt ihren Namen nicht ohne Grund: Mit ihrem schwarz-weißen Federkleid, ihrer grazilen Statur und ihrem unerschütterlichen Willen bezirzt die 17-jährige Storchendame aus Sachsen-Anhalt die Ornithologen Christoph und Michael Kaatz bereits seit über zehn Jahren.
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28/03 2006
 Forscher lüften Rätsel des Vogelgesangs
gefunden in:spiegel.de vom 28.3.2006

Röntgen-Filme zeigen erstmals, was im Innern von singenden Vögeln geschieht. Das Ergebnis überrascht: Die Tiere singen auf die gleiche Art wie Menschen.

Jedes Jahr im Frühling ist es in Parks und Gärten wieder allgegenwärtig: aufgeregtes Trillern und Zwitschern. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass Singvögel die Töne für ihre Gesänge durch unterschiedliche Öffnung des Schnabels erzeugen. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam um den Biologen Tobias Riede von der Berliner Humboldt-Universität hat nun gezeigt, dass die Tiere die Laute ähnlich wie Menschen in der Kehle formen.

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Die Wissenschaftler haben dazu Vögel während des Singens geröntgt. Der Stimmapparat der kleinen Sänger zeichnet sich demnach - ebenso wie der des Menschen - durch große Flexibilität aus, schreiben die Forscher im US-Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences" (Bd. 103, S. 5543).

In Röntgenfilmaufnahmen von Roten Kardinälen (Cardinalis cardinalis) ist zu sehen, dass die Vögel ihre Stimmbänder beim Singen zyklisch dehnen. Diese Bewegung pflanzt sich in den Rachen fort, drückt ihn leicht zusammen und schafft dabei freien Raum, der die tieferen Töne entstehen lässt.

Bisher waren Biologen davon ausgegangen, dass der Stimmtrakt von Vögeln starr ist und die Tiere unterschiedliche Töne ausschließlich durch Veränderung ihrer Schnabelöffnung produzieren. "Mit dieser präzisen Bewegungssteuerung, die in der Kehle komplexe Laute erzeugt, zeigen Singvögel eine Analogie zum Menschen. Sie lernen ihre Laute genau wie wir", erklärt Riede.
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