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| DEUTSCHLAND BRICHT REKORDE |
gefunden in: handelsblatt.com vom 23.08.06
DEUTSCHLAND BRICHT REKORDE
Mekka der Spieler
Vom 23. bis zum 27. August findet die Games Convention (GC) auf dem neuen Messegelände in Leipzig statt. Die Messe erwartet bis zu 150 000 Besucher. 400 Aussteller aus 21 Ländern werden laut Veranstalter 200 Premieren präsentieren.
Rasanter Aufstieg
Die GC findet in einer günstigen Marktlage statt. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) berichtete kurz vor der Messe, dass in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich mehr als drei Millionen Spielekonsolen und damit so viele wie nie zuvor verkauft werden. Die Hersteller steuerten auf ein Rekordjahr zu, hieß es. Weltweit wurden im vergangenen Jahr Videospiele im Wert von fast 28 Mrd. Dollar abgesetzt. Laut Schätzungen sollen es im Jahr 2010 über 46 Mrd. Dollar sein. Auch das Geschäft im Internet wächst kräftig. Der weltweite Umsatz mit Spielen im Internet wird laut Bitkom 3,4 Mrd. Euro ausmachen. Ein Markt, der im Jahr 2000 noch nicht existierte.
Neue Zielgruppen
Mittlerweile greift längst nicht mehr nur die Jugend zur Konsole. Der durchschnittliche Spieler ist heute 33 Jahre alt, ermittelte der US-Verband Entertainment Software Association. Außerdem setzen die Unternehmen zunehmend auch auf Frauen.
Warten auf Sony
Nach der mehrfach verschobenen Markteinführung am 11. November in Japan soll Sonys neue Spielkonsole PS3 am 17. November auch nach Deutschland kommen. Mit 600 Dollar – der Euro-Preis steht noch nicht fest – für die Top-Version wird sie die teuerste Videokonsole sein, die je auf den Markt gekommen ist.
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| „Der Fan will realistischen Fußball“ |
gefunden in: handelsbatt.com vom 23.08.2006
SIEBEN FRAGEN AN: HUGUES RICOUR „Der Fan will realistischen Fußball“
Sie verantworten als Produzent der Fifa-Serie die derzeit wohl populärste Fußball-Simulation. Was bedeutet die neue Generation von Spielekonsolen für die Zukunft der Sportspiele?
Wir werden endgültig die Linie zwischen Realität und Simulation verwischen. Wir haben in über zwei Jahren Arbeit für das kommende Fifa 07 für die Xbox 360 eine komplett neue Steuersoftware geschrieben. Es ist die größte einzelne Investition, die Electronic Arts Sports bislang je getätigt hat.
Es sollen umgerechnet über zwei Millionen Euro nur für Softwareentwicklung gewesen sein?
Dazu kann ich nichts sagen. Aber sehen wir es mal so: Unter anderem haben 20 fest angestellte Ingenieure zwei Jahre daran gearbeitet. Und Software-Ingenieure beziehen bei uns nicht die geringsten Gehälter.
Zahlen sich solche Investitionen in Videospiele überhaupt aus?
Ja, Fifa World Cup 2006 hat sich zum Beispiel alleine in Deutschland in nur zwei Monaten fast 400 000-mal verkauft. Und Fifa-Käufer sind Fußball-Fans, keine so genannten „Hardcore-Gamer“. Fußball-Fans verlangen halt einfach realistischen Fußball. Der Rest ist Nebensache.
Wie wird der realistische Fußball denn bald aussehen?
Sie werden ihren Lieblingsspieler alleine an seinen Bewegungen erkennen können. Es wird keine zwei Spieler mehr geben, die sich gleich bewegen. Jeder Spieler, jedes Team, wird seine ganz individuellen Züge tragen. Zum ersten Mal wird auch der Ball eine eigene, völlig unabhängige Physik bekommen, die die Flugbahn bestimmt. Um so etwas zu schaffen – immerhin bewegen wir gleichzeitig 22 Spieler – brauchen sie eine immense Prozessorleistung.
Sind denn eine realistischere Bewegung und Grafik der einzige Vorteil?
Wir werden auch die Online-Fähigkeiten der Xbox 360 für mehr Realitätsnähe nutzen. Mit Fifa 07 starten wir ein Live-Podcasting mit 20 Fußball-Ligen. Die Spielstände kommen also in Echtzeit auf den Fernseher, und der Fan hat gleichzeitig Zugriff auf alle historischen Statistiken.
Electronic Arts wird quasi eine Sendeanstalt?
Sozusagen. Die Daten für die USA zum Beispiel liefert der Sportsender ESPN, mit dem wir eine Kooperation haben. Es wird auch Bundesliga geben.
Die Fragen stellte Axel Postinett.
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